Kiel 2042 neue Impulse

Die Zukunftswerkstatt und das Jugendparlament wurden verschoben - wir machen trotzdem weiter. Im August gab es für Euch eine zweiwöchige Ausstellung zu den Zwischenergebnissen. Im September waren wir mit spannenden Beiträgen auf der Digitalen Woche.

 

 

Eine Karte, auf der Stadt.Land.Förde. steht, wird vor der Kieler Skyline in Richtung Fernsehturm hochgehalten
 

 

#kiel2042


Die Ergebnisse der Umfrage

Im August und September konntet Ihr an unseren Umfragen teilnehmen und Eure Ideen einbringen. Jetzt haben wir erste Ergebnisse für Euch zusammengefasst. Diese Ergebnisse nehmen wir anschließend mit in die Auswertung des Gesamtprozesses. Insgesamt haben 476 Personen an den Umfragen teilgenommen.

In der ersten großen Umfrage habt Ihr uns mitgeteilt, was Euch in der jetzigen Situation - mit Blick auf die Corona-Pandemie - besonders bewegt und beschäftigt. In sechs weiteren, themenbezogenen Umfragen haben wir nach Eurer Meinung zur Zukunft der Innenstadt, der Außenstadt, der Region, dem Gemeinwohl, dem Hafen und der Wirtschaft Kiels gefragt.

 

 

 

Die große Umfrage

Eine Zimmerpflanze auf der Fensterbank
Die Welt hat sich verändert und auch in Kiel ist vieles anders. Wie geht es Dir in der jetzigen Situation?

Auf einer Skala von 1 (sehr unglücklich) bis 10 (sehr glücklich)

  1. 2 %         
  2. 2 %         
  3. 3 %         
  4. 8 %         
  5. 8 %         
  6. 14 %       
  7. 24 %       
  8. 24 %       
  9. 9 %          
  10. 3 %        
Eine Frau, ein Mann und ein Kind gehen auf einem Feld spazieren
Welches Thema hat Dich in den letzten Monaten persönlich am meisten bewegt?

  1. Organisation von Familie und Privatleben: 24 %
  2. gesellschaftliche Fragen: 21 %
  3. berufliche Perspektive: 20 %
  4. Gesundheit: 10 %
  5. finanzielle Situation: 8 %
  6. generelle Orientierung: 7 %
  7. Freizeit/Hobby: 5 %
  8. andere: 1 %
  9. neue ideen: 0 %


Mit Kreide gezeichnet: Zwei Hände, die sich schütteln
Hast du das Gefühl, dass Kiel als Gemeinschaft in den letzten Monaten gut funkioniert und zsuammengehalten hat?

von 0 (nein überhaupt nicht) bis 4 (ja, sehr gut)

0        3 %

1        6 %

2       32 %

3       46 %

4       12 %


 

Ein Stethoskop
Welche Bereiche des städtischen Lebens haben für Dich in den letzten Monaten an Bedeutung gewonnen?
  1. Gesundheitswesen: 48 %
  2. Versorgung: 38 %
  3. Verwaltung: 25 %
  4. Betreuung: 19 %
  5. Sicherheit: 19 %
  6. Schule: 18 %
  7. Presse: 13 %
  8. andere: 8 %

Die autofreie Kiellinie
Welche Räume in der Stadt haben für Dich in den letzten Monaten an Attraktivität/Bedeutung gewonnen?
  1. Natur- und Grünräume: 57 %
  2. eigene Wohnung: 54 %
  3. Kieler Umland: 38 %
  4. Parks: 33 %
  5. eigener Stadtteil: 27 %
  6. Plätze und Straßenräume: 17 %
  7. eigene Straße: 8 %
  8. andere Stadtteile: 5 %
  9. andere: 2 %

 

Ein Park mit einem See
Für viele Menschen sind Frei- und Grünräume heute wichtiger denn je. Welche neuen Anforderungen stellst du an die öffentlichen Räume?
  1. andere Gestaltung: 31 %
  2. andere Pflege: 24 %
  3. andere Möglichkeiten der Aneignung: 22 %
  4. andere Angebote: 22 %
  5. andere räumliche Aufteilung: 21 %
  6. andere Organisation/Regeln: 20 %
  7. andere technische Ausstattung: 16 %


 

Das Zeichen der SprottenFlotte
Autofreie Bereiche, Radwege & Co. - Denkst Du, dass die Mobilitätswende in Kiel nun schneller Fahrt aufnehmen wird?
  1. Ja  -  60 %
  2. Nein  -  39 %
Ein Bus am ZOB in der Morgenstimmung
Schlechtes Gefühl im Bus? Glaubst Du, dass der Öffentliche Nahverkehr langfristig leiden wird?
  1. Ja  -  55 %
  2. Nein  -  44 %
Ein Laptop auf einem Schreibtisch
Home Office - Denkst du, dass sich die Arbeit in der Stadt dauerhaft neu organisieren und verteilen wird?
  1. Ja  -   74 %
  2. Nein  -  25 %


 

Eine Platine
Digitaler Schub? Glaubst Du, dass das Thema Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft nun deutlich schneller voranschreitet?
  1. Ja  -   74 %
  2. Nein  -  25 %
Ein Zettel, auf dem To Do steht
Neues (Selbst)-Bewusstsein? Glaubst Du, dass in der Stadt wichtige Aufgaben in Zukunft schneller und entschlossener angegangen werden?
  1. Ja  -   35 %
  2. Nein  -  64 %
Ein Fähranleger und die Werft im Hintergrund
Aus Erfahrungen lernen? - Glaubst du, dass Kiel in den letzten Monaten krisenfester und stärker geworden ist?
  1. Ja  -   59 %
  2. Nein  -  40 %


 

Die themenbezogenen Umfragen

Unter den einzelnen Überschriften haben wir Eure Antworten zusammengefasst. Wenn Ihr auf die Frage klickt, seht Ihr alle Beiträge der Teilnehmer*innen zum jeweiligen Themenbereich. Wir haben Eure Ideen weder inhaltlich, noch grammatikalisch verändert. Sie werden so dargestellt, wie Ihr sie in den Umfragen eingetragen habt.

 

Außenstadt

Ein großer Teil der Teilnehmer*innen ist der Meinung, dass die äußeren Stadtteile Kiels in Zukunft eine wichtigere Rolle spielen werden als heute - als Quartiere mit hoher Wohnqualität aber auch als zunehmend eigenständige Nebenzentren und Bindeglied zum Umland. Jedoch wird hier durchaus die Notwendigkeit für Veränderungen gesehen und angesprochen: bessere Vernetzung, bessere Angebote für eine autounabhängige Mobilität und Treffpunkte und zentrale Orte. All dies sind Themen, mit denen sich die äußeren Stadtteile verstärkt befassen sollten.

  • "Auch hier sollte wieder mehr Attraktivität auf die Straße gebracht werden. Stadtteile besser für den Radverkehr miteinander verbinden und den Bürgerinnen und Bürgern Anreize geben, auch mal benachbarte Stadtteile zu besuchen. Und die Spaltung von Ostufer und Westufer durch eine Seilbahn über die Förde überwinden."
     
  • "Außenbereiche werden/sind Wohnbereiche; Innenstadt; Arbeit und Aktivität"
     
  • "Sie werden sehr unterschiedliche Rollen spielen. Vermutlich wird, aufgrund zu erwartender Reduzierung der Arbeitszeiten (s. Skandinavien), der Freizeit- und Erholungsgedanke eine noch größere Rolle spielen, wovon zu allererst attraktiv gelegene Vorstadtbereiche profitieren werden."
     
  • "Schilksee ist ein sehr attraktiver Ort für Begegnung, Sport und Freizeit, der Olympiahafen Schilksee sollte dringend weiter ausgebaut werden (inhaltlich und infrastruktionär)."
     
  • "Die Natur mit Wasser, Welle und Wind erlebbar machen."
     
  • "Die äußeren Stadtteile werden, wie auch aktuell, Fluchträume bleiben. Optional könnte man in die Stadt, vermeidet es aber, so gut es geht. Vom Stadtrand ist der Weg zum Einkauf auf der grünen Wiese nicht nur näher, sondern Dank der aktuellen verkehrstechnischen Weichenstellung auch in Zukunft attraktiver."
     
  • "Schilksee gilt eher als attraktiv"
     
  • "Schilksee ist aufgrund seiner Lage ein einzigariges Naherholungsgebiet für die Stadt. Deshalb ist es für dortige Anwohner nicht nachvollziehbar, dass Schilksee grundsätzlich nur auf das olympiazentrum reduziert wird. Schilksee muss grün bleiben und nicht in der Stadt ersticken."
     
  • "Den Grüngürtel im Süden Kiels z.B in Elmschenhagen und Wellsee erhalten, Mehr Velorouten in den Kreis Plön,, Mehr Abstellplätze an den Bahnhöfen z.B Elmschenhagen Mettenhof wird das Ghetto draußen vor der Stadt werden, wenn nicht konsequent darauf hingearbeitet wird, dies zu vermeiden. Es wird zwar vieles auch von der Stadt in und für Mettenhof gemacht. Aber immer im Rahmen des derzeitigen Standes. Dadurch kann sich aber auf Dauer nichts ändern, die Situation wird - allenfalls - besser erträglich. Mettenhof muss neu gedacht werden, sonst wird der Stadtteil scheitern"
     
  • "Jeder Stadtteil könnte eine besondere Attraktion erhalten, die über Kiel hinaus bekannt ist und somit gut besucht wird, außerdem sind sie das Bindeglied an die Randgemeinden und sollten gut mit diesen vernetzt sein auch über den ÖPNV und die Radverkehrsverbindungen. Aufgrund der am weitesten entfernten Lage zur Innenstadt sollten möglichst Wege für schnelle Verbindungen in die Innenstadt (z. B. Zug, Schiff, Seilbahn, Radschnellweg/Brücke/Tunnel) geschaffen werden, um die Randstadtteile gut an die Innenstadt anzubinden und somit einen Anreiz zu schaffen auch aus diesen Bereichen in die Innenstadt zu kommen und diese nicht außer Acht zu lassen."
     
  • "Vielleicht findet sich da ja jemand, der weiß, wie man VERNÜNFTIG eine Umfrage gestaltet!? Idyllischen und viele Naturgebiete"
     
  • "Sie entwickeln sich angesichts der mangelnden Strahlkraft der Innenstadt immer mehr zu unabhängigen Neben-Zentren."
     
  • "Bei vielen der äußeren Stadtteile handelt es sich vorrangig um Wohnorte. Ich hatte nie viel Kontakt dazu, da ich nicht weiß, ob und wenn ja, was ich dort machen könnte. Bei Fahrradtouren durch den Südosten der Stadt ist dieser Eindruck entstanden. Die Gebiete existierten auf meiner metalmap nicht und hatten erst recht keine Funktion für mein Leben, einen Freizeitwert evtl noch ein ganz kleines bisschen oder sind mir nicht erschließbar, da es sich hauptsächlich um privaten Wohnraum handelt. Ich sehe mich einfach überhaupt nicht aus Zielgruppe dieser Stadtteile an, da ich sie nicht kenne, weil ich nicht da wohne und auch niemanden dort kenne. Man könnte also versuchen (wenn das gewollt ist) öffentliche Ort oder Geschäfte etc bekannter zu machen. Vielleicht legt man dabei aber auch besser mehr Wert auf die Aussagen der Bewohner*innen."
     
  • "Sehr lebenswert, da nicht im Trubel der Großstadt, brauchen aber gute Anbindung, damit die Leute nicht mit Auto in die Stadt fahren."
     
  • "Durch Wohnraumkosten wird mittelfristig vielleicht so etwas wie ein "Speckgürtel" um Kiel noch stärker werden. Mit den Auswirkungen auf die Bereiche sowie die Verkehr. Lebenswert sind die Bereiche als solche selbst dann nicht, sie denen nur als Raum zum Schlafen, Essen. Das Leben konzentriert sich auf die Stadt selbst. Dies führt sicherlich zu typischen Problemen."
     
  • "Eine immer werdene wichtige vor Ort Rolle. Topographiesch ebenfalls von Bedeutung."
     
  • "Auch in den äußeren Stadtbereichen sollte eine Nutzungsmischung und eine massvolle Verdichtung stattfinden um den Verkehr zu reduzieren und den Aufenthalt für alle attraktiver und weniger monofunktinal zu gestalten."
     
  • "Die Aufenthaltsqualität der Stadtteile wurde stark vernachlässigt. Jeder Stadtteil hat eine eigene Geschichte, die man aber nur noch rudimentär vorfindet. Die Eigenheiten müssen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern herausgearbeitet und hervorgehoben werden. Dazu werden eigene Zentren geschaffen werden müssen, wo man sich trifft und gern hingeht (nicht hinfährt/fahren muss). Kindergarten und Schule müssen in fußläufiger Entfernung sein, wie auch die Grünanlagen und Gemeinschaftsgärten."

 

 

Gemeinwohl

Die Teilnehmer*innen haben sehr viele konkrete Ideen genannt, um die Ebene des Miteinanders und des Zusammenhaltes in der Stadt zu stärken. Hier zeigt sich, dass dies auf ganz verschiedenen Ebenen möglich ist: vom öffentlichen Raum, über Gemeinschaftsangebote im Stadtteil, über Treffpunkte aber auch über Kultur, über digitale Plattformen und Veränderungen in der Verwaltung. Aber auch das Zusammenwachsen der Fördeufer wurde in diesem Kontext mehrmals angesprochen.

  • "Sozial durchmischter Wohnungsbau Nachbarschaftshäuser in den Stadtteilen etablieren"
     
  • "West und Ostufer deutlich besser verbinden als derzeit. Die gesamte Verbindung südlich der Gablenzbrücke ist verbaut und menschenfeindlich. Warum die Innenstadt sich dorthin nicht ausgedehnt hat ist unverständlich. Nach unverständlicher ist, daß die Bebauung der Hörn anscheinend nicht unter dem Aspekt der Verbindung der sozialen Räume West/Ostufer konzipiert wurde. Ich würde also eine attraktive Einkaufs und Erlebniszone vom Sophienhof bis zum Vinetaplatz als Projekt für die kommenden 20 Jahre anstoßen. Mit Rückkäufen von Flächen."
     
  • "Soziale generationsübergreifende Projekte fördern, Wohnungsbau und Quartiersentwicklung. öffentliches Nahverkehrssystem"
     
  • "Auf der (völlig unverständlicherweise) lange brachliegenden Fläche am Westring (die für das gescheiterte und weltfremde und nicht zukunftsfähige Projekt "Möbel Kraft/Höffner" geräumt wurde), könnte gemeinsamer Gartenbau realisiert werden. Gemeinsame Werkzeugpools und Pachtflächen, die unter Anleitung zum Gemüseanbau genutzt werden können. (Kein Kleingartenverein, sondern siehe "Erlebnisgarten Hamburg" oder "Ackerhelden" oder "Sanmanns Biogärten".)"
     
  • "Mehr Dialoge suchen; zB. zwischen Autofahrern und Radfaherern"
     
  • "Dazu fällt mir leider überhaupt nichts ein. 2042 werde ich knapp 80 sein, da werden mir solche Fragen eher egal sein."
     
  • "Ich würde mehr bestehende Orte, die als Vermittler agieren können entsprechend ausbauen, z.B.: Den vinetaplatz zum Beispiel - gentrifizierung nicht als negativaspekt sehen. Alternative und in Brennpunkten liegende Kulturstätten (alte mu, Räucherei, Hansa, werftparktheater, Räucherei) vergrößern und fördern - als alltägliche Anlaufstellen ausbauen - den Aspekt des Schönen daran stärken. Kostenfreie (oder sehr günstige) Fremdsprachen-Kurse (arabisch; Türkisch, ...) für die Kieler anbieten. Internationale Kooperationen mehr fördern."
     
  • "Mieten innerhalb des Stadtzentrums auch für Menschen mit geringem Einkommen bereithalten, damit keine Abgrenzung angrenzende Stadtteile stattfindet. Statt teure Stadtwohnungen oder Hotels zu bauen kann man die marode Innenstadt mit ihren Liegenschaften (Leerstände) in der Holstenstraße in verfügbaren Wohnraum für alle Schichten umwandeln. Mit der Holsten Fleet wurde schon ein Stück Aufenthaltsqualtität geschaffen. Daran muss angeknüpft werden und graue Flächen wieder so gestaltet werden, dass sie zum Verweilen und Gespräch einladen. Konkret wird der Teil der Holstenstraße zwischen Alter Markt und Holstenbrücke großteils neu gestaltet und aus einer grauen und toten Fußgängerzone bis zum Jahr 2042 ein Ort des Zusammenlebens geschaffen."
     
  • "Digital eine zentrale Spendenplattform (ähnlich betterplace, gofundme, crowdfunding, wir-bewegen.sh) explizit für Kiel ins Leben rufen, mit Leben füllen und bewerben, die selbst erklärend und einfach zu bedienen ist, damit Menschen dort Vorschläge und Wünsche für Kiel formulieren und Geld spenden können, sodass die Menschen unterstützt und Projekte umgesetzt werden können, die sich viele wünschen und für die ausreichend Geld von allen gespendet bzw gesammelt wird mit den Zielen Kiel attraktiver und auf die Bedürfnisse der Menschen zugeschnittener zu gestalten und die Zufriedenheit der Leute zu steigern."
     
  • "Projektbezogen könnte man die Verwaltung durch Bürger*innen Räte verstärken. Denn die Dinge, die von der Stadt beeinflusst werden können werden in der kommunalen Verwaltung erarbeitet (mit Selbstverwaltung). Die Verwaltung ist allerdings ein ziemlich homogene Haufen. In so einer Umgebung ist es schwierig an alle zu denken und damit wirklich für alle zu planen, gestalten und damit zu verwirklichen. Den erwiesener Maßen plant jede*r aus eigener Perspektive und Erfahrungen heraus. Das ist erstmal kein Problem, wenn die Vielfalt der Büger*innen auch abgebildet wird. Das wird sie aber quasi nicht. In der Kieler Verwaltung arbeiten ähnlich gebildete, hauptsächlich weiße, häufig ältere Menschen. Das Tiefbauamt besteht beispielsweise hauptsächlich aus Männern* mittleren Alters mit wenig Migrationserfahrung. Kiel sieht anders aus. An dem Punkt könnten Projektbezogen zusammentretende Bürger*innen Vertretungen eine tolle Möglichkeit sein, um bedarfsgerecht zu planen und die Menschen dieser Stadt mit ihrer Stadt wirklich zu hören. Den Expert*innen sind nicht nur Leute mit abgeschlossenem Studium und Berufserfahrung, sondern auch alle Nutzer*innen und Menschen mit weniger Privilegien, anderen sö-Status und Zugang zum Thema. Nah am Menschen sein sollte ein Ziel der Stadt sein. Und dazu muss man zum Menschen oder die Menschen ins Rathaus. Nur nicht immer die selben.
     
  • Weiterhin sind öffentliche Begegnungsräume wichtig und die Institutionen, die zur Stadtteilidentität und zu Sozialenstruktur beitragen zu fördern. Also Sportvereine, Bildungsangebote, oder einfach nur Aufenthaltsorte im Stadtraum."
     
  • "Kleine Konzerte in verschiedenen Stadtparks am besten umsonst bzw. benefit also für alle zugänglich, bringen Menschen zusammen und machen gute Stimmung (natürlich nicht während einer pandemie),."
     
  • "Schaffen von Parkraum in Wohngebieten, Rettungsfahrzeuge kommen durch, (Not-)Falschparker versperren nicht die Sicht auf andere Verkehrsteilnehmer, saubere, preisgünstige Busse, damit innerhalb Kiels aufs Autofahren verzichtet wird."
     
  • "Veranstaltung eines Ehrenamtskongresses zum Austausch, Förderung, Anerkennung der Arbeit von Ehrenamtlichen. Ein, zwei Vorträge zu Querschnittsthemen. Danach noch eine Methode zum Austausch Ehrenamt <-> Stadt mit Schreibwerkstatt, World-Cafe o.ä. sowie lockerem Austausch oder eine kleine Messe."
     
  • "Preisgünstigen Wohnraum für Auszubildende und Studenten schaffen"
     
  • "Förderung der individuellen Entwicklung"
     
  • "Mehr Flächen zur Begegnung von Menschen schaffen durch Umwandlung von Parkplätzen auf Straßen und Plätzen zu Aufenthaltsbereichen zum Gehen, Spielen, Sitzen, Reden usw."
     
  • "Ich hatte zunächst einige Ideen für Projekte und dann fiel mir ein: zuallererst jene Brücke von Gaarden in Richtung Hörn fertigstellen. Als Zeichen für Verbundenheit und, dass ein Miteinander überhaupt gewollt ist."
     
  • "Ausbau des Nahverkehres mit einem Tunnel unter der Förde im Norden"
     
  • "Bürgerinnen und Bürger an der Gestaltung der Straßen und Quartiere beteiligen. Versorgung in Quartiere und Einkaufen vor Ort. Parketstationen bei den kleinen Supermärkten und private Anlieferung nur noch Fahrrad und gegen Aufpreis."

 

 

Hafen

Hafen, Förde und Wasserbezug wurden in der vertiefenden Umfrage stark thematisiert. Die Beiträge ergeben in der Summe ein klares Bild: Kiel will noch näher ans Wasser rücken und das Wasser erleben. Besonders häufig vorgeschlagen wurden neue Zugänge zum Wasser und für alle Bevölkerungsgruppen nutzbare öffentliche Räume wie Promenaden, Stadtstrände oder Grünräume am Wasser. Auch die Themen Freizeit und Erlebnis spielen eine große Rolle - mit allen erdenklichen Nutzungen, die auf dem Wasser stattfinden können.

Während sich viele Beiträge kleinteilig mit mehr Bademöglichkeiten und den Möglichkeiten der Verbindung der Stadtteile über das Wasser beschäftigen, gibt es auch eine ganze Reihe von Beiträgen, die eine größere transformative Idee verfolgen und den Hafen strukturell verändern würden. Hierzu zählt vor allem die Umnutzung zentral gelegener Hafenflächen durch öffentliche Freizeit- und Kulturangebote. Eine hervorgehobene Rolle spielt außerdem die Kiellinie, die als sehr großes Potenzial gesehen wird, wenn sie als autofreier Straßenraum neu gedacht und umgestaltet würde.

Wichtig zu erwähnen ist auch, dass es einige Stimmen gibt, die auf die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung des Hafens hinweisen, die es anzuerkennen und zu bewahren gilt.

  • "Der Lastverkehr muß aus der Innenstadt. Die Freiwerdenden Flächen mögen nicht nur für Wohnen sondern - wie in anderen Hafenstädten gerade in Skandinavien - für alle Menschen genutzt werden. Neben Radwegen und Parks bedeutet das Kultur und Bildung. Also herausragende Bibliotheksgebäude und öffentliche Gebäude, Konzertsaal"
     
  • "Die Kiellinie kann für Bürger noch deutlich attraktiver werden. Autofrei, mit mehr Badestellen und mehr Outdoor-Gastronomie. Beim neuen Kleinen-Kiel-Kanal wurde leider versäumt, das neue Gewässer für kleine Boote nutzbar zu machen mit richtigen Brücken und einer durchgehenden Wasserverbindung bis zum Hiroshimapark. Warum gibt es im Sommer keine Tretboote und Ruderboote am Hiroshimapark auszuleihen? Mehr Wassernutzung und mehr Boote fördern das Image von der Wasser- und Hafenstadt Kiel."
     
  • "Mehr Gastro und Aktivitäten Mehr Erlebnisschifffahrt (fähren, Rundfahrten)"
     
  • "Baden!!!"
     
  • "Öffentliche Wege in Wassernähe"
     
  • "Ausgleichsflächen schaffen. Zwischen den einzelnen Anlegern die Fläche für die öffentliche Nutzung öffnen und attraktiv gestalten. Grüne Plätze, Sitz -und ggf. Grillmöglichkeiten und Badestellen, statt gepflasterte Fläche. Bspw. die Hörn, das Stück zwischen dem Schwedenkai und dem Ostseekai, beim Museum/Café Kleiner Mann und dann die Kiellinie insbesondere in dem Abschnitt in die Wik. Optimalerweise Sperrung der Straße / Umleitung für Autofahrer und Umgestaltung der Fläche. Eine Reduzierung der Kreuzfahrtschiffe wäre dennoch erstrebenswert. Indirekt zu dieser Frage gehört auch die Verbindung der Ufer. Dazu gehört auf jeden Fall ein Ausbau der Fährverbindung an allen Tagen sowie die kostenlose Mitnahme der Räder auf beiden Fähren."
     
  • "Eine größere Aktion wäre ein Tunnel oder eine Seilbahn für Fußgänger und Radfahrer."
     
  • "Schafft mehr Bademöglichkeiten, erleichtert (z.B. durch Treppen) den Zugang zum Wasser für Wassersportler die nicht in Vereinen organisiert sind"
     
  • "Der Hafen bleibt das Pfund zum wuchern für Kiel. Hier sollte die Infrastruktur verbessert werden, insbesondere die Schwerlastzufahrt zum Ostufer Hafen, die aktuell Dank Navis und Mautumgehung über Weidenweg/Klausdorfer Weg, also über engere Strassen geht. Ebenso die Zu- und Abfahrt zum Kreuzfahrer und Schwedenkai."
     
  • "Mehr SFK Routen von Ost zu Westufer , auch wieder Anschluß von Holtenau und Gaarden"
     
  • "Die Häfen in der Innenstadt für die Bewohner Kiels nutzbarer machen und ein richtig maritiemes viertel bieten, welches auch auswärtige Segler anlockt. Die großen Fähren/ Industriehäfen und das Militär darf dafür weiter nach außen rücken!"
     
  • "Lasst die Leute schwimmen!"
     
  • "Trennung von Schiffahrt und Freizeit-/Erholungsbereichen. Klare Schiffsrouten und Fahrerinnen und ausreichend Platz für Innenstadtstrände und Grüne Bereiche direkt am Wasser mit Boots-, Surf- und SUP-Verleihen bzw. -schulen, Wasserrutschen, Spielplätzen direkt am Wasser etc., Schilder und Wege die zwischen den Bereichen hin und her leiten, Landstrom für die Luftqualität etc."
     
  • "Die Hafenflächen müssen auch für die Freizeit zugänglich sein, mehr einladende Flächen an der Hörn, mehr Cafés. Kiellinie für Autos sperren und Gastro und Freizeitangebote ansiedeln."
     
  • "Keine Industrie in der Innenstadt/ Innenhafen, mehr wohnen am Wasser und auf dem Wasser, Stadtdtrand"
     
  • "Man sollte mehr Flächen zugänglich machen und diese (und vorhandene) so gestalten, dass sie aktive soziale Räume sind, in denen gelebt werden kann. Freizeit spielt dabei eine große Rolle. Exemplarisch Beginnen könnte man rund um Schifffahrtsmuseum bis Satorispeicher. Die Parkplatzflächen rund rum sind komplett versiegelt und toter Raum, sie bieten keinen Freizeit oder Erholungswert, obwohl das Masterpiece Förde in der Umgebung so toll wirken könnte. Mit dem Umbau des Konzertsaals und dessen Öffnung zur Förde sollte man auch die Flächen am Wasser umgestalten. Diese werden wohl bestimmte Nutzungen erfüllen müssen, jedoch gibt es immer auch kreative und einfache Möglichkeiten Orte gestalterisch aufzuwerten."
     
  • "Mehr Brücken (eine ist schnell überfüllt), Tag der offenen Tür auf dem Werft Gelände (wenn man weiß , was am Hafen abgeht, findet man es gut), Weniger Kreuzfahrtschiffe"
     
  • "Mehr Freizeitangebote am/ auf dem Wasser., was nicht nur Priviligierten (Clubmitgliedern etc) zugänglich ist. Badestelle mit Sauna o.ä. (siehe Kopenhagen)"
     
  • "Die Kiellinie zwischen Yachtclub und Tirpitzmole zum Wasser öffnen. Baden dort überall ermöglichen. Die Straße schließen. Strand und das Fördeufer renaturieren."
     
  • "SUPs etablieren sich gerade als Freizeitsport auf der Förde. Die niedrigen Einstiegsbedingungen sorgen auch dafür, dass die Sportler sich häufig nicht über alle Sicherheitsregeln im Klaren sind. Hier könnte die Stadt mit Empfehlungen und ausgewiesene SUP-Areale und Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten Werbung machen und Präventiv Gefahren mit anderen Wassersportlern (Seglern, Ruderern) und Schifffahrt begnen."
     
  • "Es ist wichtig für den Hafen als wirtschaftsförderndes Element zu werben. Dabei muss deutlich werden, dass der Hafen mehr ist als ein Anleger für z.T. umstrittene Kreuzfahrtschiffe. Außerdem sollten an günstig gelegenen Stellen z.B. Ostufer die Badestellen weiterentwickelt und mit ÖPNV gut angebunden werden."
     
  • "Mehr Badestellen / Café / Gastronomie / Bänke. Bis zum Tirpitzhafen ist so viel freier Raum. Sowas wie Seebar oder Sandhafen."
     
  • "Die Regeln, die zum sicheren Betrieb des Hafens nötig sind, müssen von allen akzeptiert werden, auch wenn sie individuell gern darauf verzichten möchten. 2. Die Bereiche Sport, individuelle Erholung/Baden und Wirtschaft/Forschung müssen räumlich deutlich voneinander getrennt werden, damit sie sich nicht ins Gehege kommen."
     
  • "Der Hafen sollte für Fußgänger*innen offen sein"
     
  • "Eigentlich ganz einfach: Grünflächen, Kultur und Gastronomie rund um die Hörn, anstelle von Bürogebäuden und Betonflächen direkt am Wasser, die das Stadtbild ruinieren. Vielleicht hier und da noch ein öffentlicher Steg mit Bänken und einer Badeleiter..."
     
  • "Die Innenstadt näher ans Wasser bringen durch Verlagerung von Umschlagflächen zum Ostuferhafen."
     
  • "Überbauung der Containerflächen in Bootshafennähe mit Grünfläche"
     
  • "Wasser-Reinhaltung, Ausweitung des Angebots der Fördeschiffahrt, Ruheplätze am Wasser, ausgebaute Promenaden"
     
  • "Wohnen auf dem Wasser - Hausboote"

 

 

Innenstadt

Beim Thema Innenstadt gibt es ein klares und sehr eindeutiges Bild. Die Teilnehmer*innen wünschen sich fast durch die Bank eine lebendige Innenstadt mit einer Mischung aus individuellem Handel, Gastronomie, Kultur und Freizeiangeboten. Besonders wichtig hierbei sind gut gestaltete öffentliche Räume als Treffpunkte mit einer hohen Aufenthaltsqualität.

Der Kleine Kiel Kanal wurde hier bereits als Vorbild für weitere Umgestaltungen erwähnt. Es gibt nur wenige Beiträge, die eine ganz andere Art von Innenstadt thematisieren. In einem Beitrag wird die Idee einer komplett werbefreien Innenstadt vorgeschlagen, in der der öffentliche Raum anders genutzt werden kann.

  • "eine schöne räumliche Gestaltung: mehr Grün, viele Blumenbeete (Konzept Stadtgärten in Oldenburg), Orte zum Verweilen. Keine Autos. Schöne Geschäfte, weniger Ramsch- und Handyläden. kein Leerstand!!!"
     
  • "Erlebnis, Kultur, Verwaltung, Lernen"
     
  • "lokale, individuelle Läden statt große Ketten und Marken - die Massenware wird zukünftig immer mehr online bestellt. Leer stehende Geschäftsräume können neu genutzt werden, z.B. im Erdgeschoss als Fahrrad-Parkraum.
     
  • "Aktivitäten, Gastronomie; Wohnen hier zu teuer"
     
  • "pfandflaschen"
     
  • "Volksfeste, Events"
     
  • "Erlebnisräume statt reiner Einzelhandel, Höhere Aufenthaltsqualität für Familien durch Spielplätze, Sauberkeit in der Innenstadt"
     
  • "Schöne Plätze mit Bepflanzung, Sitzgelegenheiten und netten Cafes und kleinen Läden drumherum, dort können dann auch kleine Konzerte oder Lesungen stattfinden"
     
  • "Wenn die Erreichbarkeit weiter so mies bleibt, werden es nur sehr spezielle Anlässe sein. Viele spontane Fahrten in die Stadt habe ich mir aufgrund der Verkehrs- und Parksituation schon verkniffen. Zum einfachen "Bummeln" war ich seit Jahren nicht mehr da nicht. Jedenfalls wenn es weiter so mit dem Rückbau der individuellen Verkehrswege geht. Innenstadt kann nicht nur ÖPNV und Fahrrad bedeuten, auch wenn es politisch gerade der Hype ist.
  • "Gutes Essen und kulturelle Angebote"
  • "Kommunikative verweilmöglichkeiten: Cafés, Restaurants, Buchläden"
     
  • "Lokaler Einzelhandel, Gastronomie"
     
  • "Einkaufen wird unwichtiger. Gastronomie und (Kurzzeit-) Erholung kann in der Innenstadt wirtschaftlich wachsen. Dazu braucht es aber einen noch viel stärkeren Strukturwandel, der individuelle Ausgestaltung fördert."
     
  • "Weniger großen Unternehmen in den Arsch kriechen und mehr kleine fördern. Die Innenstadt ist eine Katastrophe und es wird immer schlimmer!!"
     
  • "Shopping (wichtig breitgefächertes Angebot z. B. Großes Spielzeuggeschäft für Kinder, An- und Verkauf von DVD's etc, nicht nur 1 € Shops, Klamottenläden, Essen und Trinken), kostenlose Parkmöglichkeiten für "Großeinkäufe" (vgl. Citti-Park, Ikea, Raisdorf), gute Anbindung mit ÖPNV, Bahnhof und Mobilitätsstationen, kurze schnelle Verbindung mit dem Ostufer durch direkte Schiffsverbindung Wellingdorf/Schwentine mit HBF/Innenstadt und/oder eine große Brücke, Seilbahn oder einen (Fahrrad-)Tunnel unter der Förde, großer Park/Kinderspielplatz mitten in der Stadt wäre traumhaft (vgl. Kinderfreundliche riesige Spielplätze in Belgien oder DEN Niederlanden), Partys und Veranstaltungen (z. B. Kieler Woche)"
     
  • "Aufenthalt, Cafés, wenige exklusive Geschäfte"
     
  • "Restaurants, Flächen"
     
  • "Ich denke, die Akkumulation von verschiedenen Geschäften des täglichen und periodischen Bedarfs machen die hauptsächliche Attraktivität aus. Ansonsten sind die kleinen Kieze eigentlich viel charmanter, individueller und näher. Man bekommt jedoch nicht alles auf einmal und sie sind weniger präsent und repräsentiert. Wenn man eigentlich gar nicht weiß was man gerade genau braucht lohnt es sich in die Innenstadt zu gehen. Viele Geschäfte bieten viele Möglichkeiten Zeit tot zuschlagen, Eidrücke zu sammeln und Dinge zu konsumieren. Es ist ein bisschen wie ein zielloses Ziel. Die Kieze muss man da schon besser kennen. Außerdem haben wir alle gelernt in die Innenstadt zu gehen. Was ist aber wenn wir das Konzept mal hinterfragen?Aus diesem Gedankenspiel könnten ja auch interessante Ideen entstehen."
     
  • "Einkaufsgelegenheiten, Entspannung/keine Hektik"
     
  • "Veranstaltungen"
  • "Eine werbefreie Innenstadt könnte besonders attraktiv sein. Die Menschen haben so die Möglichkeit sich noch mehr auf das Stadtbild zu konzentrieren und ihre Aufmerksamkeit wäre so auch wesentlich höher, denn durch die ständige Reizüberflutung durch Außenwerbung nehmen Menschen viele Dinge kaum noch war. Hier gilt auch der Punkt der Gesundheitlich zu berücksichtigen. Die ständigen Reizen führen nachweislich zu mehr Stress, Depressionen und Unzufriedenheit. Zusätzlich könnten die freigewordenen Flächen, durch mehr Bepflanzung oder Kunst im öffentlichen Raum genutzt werden (siehe Grenoble, Los Angeles und Sao Paulo). Besonders attraktiv könnte hier die Bürger*innen- und Anwohner*innenbeteiligung sein, die sich aktiv in das Stadtbild mit einbringen. Ihr Lebensraum den sie selber bestimmen und gestalten. Keine Fremdbestimmung mehr. Zusätzlich können die Flächen zu mehr Kommunikationsstätten umfunktioniert werden, die Kulturveranstaltungen bewerben aber auch simple Dialoge festhalten (Heute Abend Schach bei mir: Adresse)."
     
  • "Individuelle, kleinteilige Einkaufs- und Ausgehmöglichkeiten, die es so nur vor Ort gibt. Dafür müssen die Mieten sinken und die Eigentümerstruktur sich wandeln.
     
  • "Bummeln, sich mit anderen Menschen treffen. Eher das soziale, keine schnellen Einkäufe oder Erledigungen."
  • " Kulturelles Angebot und Wohnen"
     
  • "Eine einheitliche moderne Gestaltung der Innenstadt im Stile des neuen Kleinen Kiel Kanals Und eine Vielfalt an Geschäften vor allem auch kleinere Geschäfte neben all
    den großen"
     
  • "Gastronomie"
     
  • "Einzelhandel, Gastronomie (lokal und Tourismus)"
     
  • "Lebendigkeit"
     
  • "Umwandlung von Parkplätzen zu Aufenthaltsbereichen zur Begegnung von Menschen"
     
  • "Einkaufsmöglichkeiten"
     
  • "Gastronomie, Plätze mit Aufenthaltsqualität, inhabergeführte Läden"
     
  • "Das besondere Einkaufserlebnis. Gastronomie im Freien. Flanieren und Bummeln. Durchmischung von Fußgängern und Radfahrern. Konzerte - Künstler. Grüne Plätze und Straßen. Kontinuierliche Straßenreinigung und Überwachung durch Menschen, keine Maschinen"
     
  • "Sehen und gesehen werden"

 

 

Region

Das Denken der Kieler*innen hört nicht an der Stadtgrenze auf. Die Teilnehmer*innen der Umfrage sehen die Zusammenarbeit in der Region als wichtiges und relevantes Zukunftsthema an. Von fast allen Teilnehmer*innen wird erster Stelle die Sicherung und Verbesserung der regionalen Verkehrsinfrastruktur und damit der regionalen Mobilität genannt.

Hierzu zählt eine bessere Anbindung der Städte und Gemeinden durch einen regionalen ÖPNV sowie ein Netz von breiten, gut ausgebauten Radwegen. Aber auch die Wiederbelebung von Bahnstrecken und Bahnhöfen sowie der Ausbau der Fördeschifffahrt spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle. Weitere genannte Themen für eine stärkere regionale Zusammenarbeit sind der Bereich Wohnen, die Digitalisierung, die Wirtschaftsentwicklung, der Tourismus und auch die regionale Partizipation in besonders wichtigen Projekten von regionaler Relevanz.

  • "Bestehende Kooperationen wie die KielRegion solide ausstatten (Aufgaben, Personal, Geld) Themen: Mobilität, Wohnen, Fachkräftesicherung, Digitalisierung, Tourismus & Freizeit, Gesundheit"
     
  • "Auf jeden Fall sind hier auch Verkehrsmittel wichtig: Bus-, Bahn- und Fahrradverbindungen in die Region sollten wenn möglich intensiviert werden. Ausflugsziele für die Stadtbevölkerung sind in der Stadt kaum präsent, von den Stränden mal abgesehen. Dabei hat auch das Kieler Umland abseits von der Ostsee vieles zu bieten. Eidertal, Aukrug, Schlei, Hüttener Berge, Dosenmoor, Westensee, Selenter See, Holsteinische Schweiz, Plön..."
     
  • "ÖPNV; Wohnraum; Verkehr (Straßen; Autos aus Umland"
     
  • "Eine bessere Anbindung des Umlandes über den ÖPNV"
     
  • "Gemeinsame Attraktionen und Freizeit Möglichkeiten finanzieren und betreiben, um sich so die Kosten zu teilen und einfacher finanzieren zu können und den Menschen mehr bieten zu können (z. B. gemeinsames Freibad wie das in Raisdorf, gemeinsamer Abenteuerspielplatz ähnlich wie in Trappenkamp/Daldorf, in Belgien oder den Niederlanden) etc."
     
  • "Ausbau von schnellen und flexiblen ÖPNV Angeboten. Erschließung neuer Radschnellwege vom Umland nach Kiel City um einfaches Pendeln ohne Auto im Sinne einer klimagerechten Stadt zu ermöglichen. Darüber hinaus sollten bei Prestigeträchtigen Bauprojekten die Stimme der Einwohner in Kiel und Umland gehört werden und im Einklang mit Klimaschutz und Naturschutz diskutiert werden. (Z.B beim Thema Südspange. Gibt es ein Kieler Meinungsbild zum Bau der Umgehung in Hinsicht auf Einwohner der Kiel City, Anwohnern, und Einwohnern der betreffenden Umlandsregion? Oder sehen nur ein paar Politiker die Notwendigkeit dieser Umgehung und dem Raubbau an der Natur?)"
     
  • "Stadtregionalbahn? merkt ihr selber, ne....?"
     
  • "Die Strandregion der Probstei wird bereits jetzt als Naherholungsraum genutzt. Der Verkehr (Autos) belastet die nostalgische Verbindung Westufer->Osterufer (B502, B76) im Sommer zusätzlich. Der schnelle Ausbau der Bahnverbindung nach Schönberg mag ein Element sein, bringt jedoch kaum Vorteil. Alternativen mag auch eine Schiffsroute bieten, die sich jedoch kaum rechnen wird. Darüber hinaus spielen Pendler natürlich eine wichtige Rolle. Der Umstieg auf die Bahn wird herausfordernd."
     
  • "Für mich persönlich: Radwege! Bzw. Öffentliche Nahverkehr. Die Radwege um Kiel herum sind meiner Meinung nach, eine Katastrophe. Sie laden nicht um gemütlichen Radfahren ein sondern birgen, gerade nun wenn wenig Grün beschnitten wurde, große ausweich Manöver."
     
  • "Ein Netz von breiten, gut ausgebauten Radwegen in alle Winkel des Landes ist der Schlüssel zur Erschließung der umliegenden Gemeinden für Tagesausflüge von Einheimischen und Touristen und käme auch umweltbewussten Pendlern zugute."
     
  • "Radikales Neudenken des ÖPNV insbesondere durch Entwicklung und Vernetzung der Fördeschifffahrt."
     
  • "Bessere Anbindung an andere Städte wie in allen anderen Bundesländern. Stichwort Straßenbahn"
     
  • "Wiederbelebung der Bahnstrecken und Bahnhöfe"
     
  • "In der KielRegion muss Wohnen, Verkehr und Arbeiten gemeinsam geplant werden. Alle Kommunen der KielRegion sind aufeinander angewiesen.
     
  • Gegenseitiger Kannibalimus schwächt am Ende jeden einzelnen. Große zentrale Einkaufszentren vor der Stadt zerstören die Landschaft und den regionalen Zusammenhalt.
     
  • Neue Arbeitsformen und Techniken ermöglichen dezentralisierte Arbeit sowie kleinere Einheiten. Nieschenanbietern gehört die Zukunft"

 

 

Wirtschaft

Neben dem bestehenden Standbein der maritimen Hafenwirtschaft sehen die Teilnehmerinnen die großen Zukunfstfelder für Kiel vor allem in der Digitalwirtschaft (z.B. Softwareentwicklung, Mobilitätsdienste), im Bereich der Erneuerbaren Energien sowie in der Wissenschaft und Forschung. Diese Bereiche könnten zu neuen Motoren der wirtschaftlichen Entwicklung werden und Wohlstand für alle sichern. Einige Beiträge befassen sich auch mit der Struktur der Wirtschaft von morgen skizzieren ein Bild, in dem Kiels Wirtschaft in Zukunft wesentlich stärker in eher dezentralen, lokalen und regionalen Strukturen organisiert ist.

  • "Hafen und Schiffahrt prägen Kiel seit jeher. Doch eine große Chance sehe ich in der Digitalwirtschaft, hier hat Kiel bereits gute Schritte vollzogen und mit der Partnerschaft zur BayArea was Gutes auf den Weg gebracht."
     
  • "Wichtig für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung ist es, sich nicht mehr so von den ehemals großen Playern blenden zu lassen, denn die Zukunft liegt in dezentralen, lokalen und regionalen Strukturen. Mehr Lille-Bräu statt Beck's, mehr Bamboo-Bikes statt BMW! Hier sollte die Stadt viel mehr Augenmerk drauf richten und Strukturen schaffen, die Kleinunternehmen den Start erleichtern. So dass neue, kleine, regionale Unternehmen eine Chance haben, die Räume der Innenstadt zu nutzen."
     
  • "Mobilitätstechnologie: z.B. E-Mobilität, Innovative digitale Lösungen"
     
  • "Möglichkeiten für Kreuzfahrer erhalten, Freiraum für die Wirtschaft insgesamt."
     
  • "Erneuerbare Energien. Jedes Dach kann genutzt werden. Wirtschaft, die alle Menschen einbezieht Universität"
     
  • "Neben bestehenden Standbeinen Industrie, Hafen, Tourismus und Freizeit, rechne ich mit einem Potenzial im Bereich Dienstleistung. Konkret im Bereich Softwareentwicklung, Beratung. Vieles ist hier im werden. Doch überregionale Strahlkraft fehlt gefühlt noch. Ob dies durch Kongresse o.ä. besser werden könnte, weiß ich nicht."
     
  • "Tourismus, Fachhandel"
     
  • "Die massive Produktion von erneuerbarer Energie in kommunaler Hand mit der Option "Bürgerbeteiligung" wird Gewinne und Wohlstand generieren und Arbeitsplätze in Forschung, Produktion und Handwerk schaffen bzw. sichern. Zudem bietet sich die historische Gelegenheit, den Absprung von der fossilen Gebäudeheizung zu schaffen und so unabhängiger von globalen Preisentwicklungen autark und nachhaltig zu leben."
     
  • "Energiegewinnung durch Wind, Sonne und Meer (Wellen, Strömung), Forschung und Anwendung"
     
  • "Die Werften waren früher der Motor der wirtschaftlichen Entwicklungen.Heute muss diese Rolle von der Wissenschaft übernommen werden. Dabei sind zukunftsträchtige Angebote und Lösungen ohne Ressourcen- und Energieverbrauch gefragt, die in neuen Arbeitsformen entwickelt, gefertigt und vertrieben werden."



Events auf der Digitalen Woche Kiel

 

Die Digitale Woche Kiel fand in diesem Jahr vom 5. bis zum 13. September statt. Mit rund 200 Veranstaltungen hat Euch die #diwokiel20 zum Lernen, Erleben und Austauschen eingeladen.

Kiel 2042 war auch mit vier Streaming-Events vertreten. Dabei ging es unter anderem um den digital-analogen Stadtraum, die Chancen und Herausforderungen durch Homeoffice und um digitale Plattformen zur Stadtgestaltung. 

Die Streams wurden aufgezeichnet und Ihr könnt sie Euch auch nachträglich noch anschauen

 
 


Die Ausstellung im August

 

Vom 4. bis zum 19. August haben wir Euch die Zwischenergebnisse der ersten Phase im Pop Up-Pavillon am Alten Markt präsentiert. Wir danken Euch für das rege Interesse und die interessanten Gespräche. Natürlich bleibt unsere Ausstellung noch weiterhin für Euch online.

Solltet Ihr Euch noch mit uns darüber unterhalten wollen, schreibt uns doch gern über .

 
 


Was will der Zukunftsprozess?

Ziel

Der Prozess 2042 soll:

  • weite Teile der Stadtgesellschaft in einen intensiven Gedankenaustausch über gemeinsame Zukunftsbilder der Stadt Kiel für das Jahr 2042 bringen.
  • einen kreativen und optmimistischen Rahmen schaffen, in dem Ihr die Freiheit habt, über den Tellerrand zu schauen und weit zu denken.

Ergebnis

Als Ergebnis des Prozesses werden:

  • visionäre Zukunftsbilder erstellt, die mögliche Zukünfte für Kiel sichtbar und verständlich machen.
  • die drängendsten Herausforderungen und Chancen benannt und klar mit Empfehlungen sowie Handlungsoptionen verknüpft.


Bisherige Formate

 

450

Gäste bei der Zukunftskonferenz

100

Teilnehmer*innen bei den On-Tour-Formaten

 
 
 

5.000

Besucher*innen des Online-Dialogs

 

Die erste Phase des Prozesses diente als öffentlicher Auftakt und widmete sich insbesondere der Orientierung und Positionierung zur Gesamtstadt Kiel und dem gemeinsamen Blick über den Tellerrand.

Die hohen Beteiligungszahlen verdeutlichen: Ihr habt Lust auf Zukunft, traut Eurer Stadt vieles zu und wollt die Aufgaben der Zukunft mit anpacken.

Vier Formate der Beteiligung bildeten die erste Prozessphase. Die ausgestellten Inhalte umfassen die Gesamtauswertung aller vier Formate.

 

Zukunftskonferenz

 

Eine Meldung mit ausgetrecktem Arm, im Hintergrund viele Menschen, die zuhören

Den feierlichen öffentlichen Auftakt des Prozesses markierte die Zukunftskonferenz am 25. Januar 2020. Insgesamt 450 Gäste nahmen an der Veranstaltung im Schwedenkai teil, ließen sich durch Fachvorträge inspirieren und brachten ihre Sichtweisen auf das Kiel im Jahr 2042 an verschiedenen Mitmach-Stationen ein.

Fünf eingeladene Gäste beleuchteten das Thema Zukunft und gesellschaftliche Transformation dabei aus verschiedenen Blickwinkeln. An fünf Mitmach-Stationen konntet Ihr Euch einbringen und für den weiteren Prozess wichtige Impulse liefern. Wie soll sich Kiel inhaltlich, räumlich und menschlich bis zum Jahr 2042 entwickeln?

Nahezu alle Beteiligungs-Stationen wurden im Anschluss der Veranstaltung in verschiedenem Umfang auf das On-Tour-Format, den Online-Dialog und die Beteiligungs-Kits übertragen.

Beteiligungskits

 

Eine Hand greift nach einem Umschlag, auf dem Betilitgungs-Kit steht

Eine Besonderheit von Kiel 2042 sind die Beteiligungs-Kits. Dieses Format wurde speziell für Gruppen konzipiert, um eigenständig die Themen des Zukunftsdialogs zu diskutieren. Am besten lässt sich ein Beteiligungs-Kit als Baukasten für eine selbst organisierte Gruppenarbeit beschreiben.
 

Es enthielt eine speziell für diesen Zweck zusammengestellte Sammlung von Aufgaben und Arbeitsmaterial, sowie eine Anleitung. Die Kits wurden in zwei Levels mit jeweils zwei bis drei Aufgaben unterteilt, die unabhängig voneinander bearbeitet werden konnten. Dadurch wurde sichergestellt, dass auch Gruppen mit begrenztem Zeitbudget eine Möglichkeit zur Beteiligung bekamen. Die Kits enthielten neben mehreren kreativen, räumlichen und thematischen Aufgaben auch einen Wahlbogen für das Jugendparlament.

Somit konnte jede Jugendgruppe zwei Delegierte benennen, die später im Dialogprozess am Jugendparlament teilnehmen werden. Die Beteiligungs- Kits wurden auf der Zukunftskonferenz verteilt und anschließend vom Pressereferat auf den Social-Media-Kanälen der Stadt in Form von Videos beworben. Jede Gruppe - ob Freundeskreis, Verein, Initiative oder Schulklasse - konnte ein Beteiligungs-Kit bei der Stadtverwaltung beziehen.

Durch diese engagierte Öffentlichkeitsarbeit konnten in der Stadt fast 500 Kits verteilt werden. Insgesamt 106 Bearbeitungen (Level 1 und 2) von etwa 60 Gruppen wurden erfasst - was einer Rücklaufquote von über 10 Prozent entspricht.


 

 

Vier Bilder. Auf einem wurde Kiel als Roboter gezeichnet, auf den anderen drei als Haus

Beteiligungskits - Kreatives Kiel

In einem Level der Beteiligungskits solltet Ihr Euer Kiel zeichnen. Hierzu sollte die Stadt entweder als Maschine, als Körper oder als Haus zeichnerisch dargestellt werden. Jede Gruppe konnte sich eine der drei vorgegebenen Assoziationen (Körper, Haus oder Maschine) aussuchen und hatte in der Art der Darstellung völlige kreative Freiheit.

Um die Aufgabe verwertbar zu gestalten, solltet Ihr auf den Zeichnung noch notieren, was die einzelnen Elemente (beispielsweise Herz, Motor etc.) für das Team bedeuten.

 


 

Online-Dialog

 

Eine Grafik mit einem Laptop, einem Handy, Briefumschlägen und einem Diagramm

Parallel zur Konferenz startete ein mehrwöchiger Onlinedialog. Vom 25. Januar bis zum 9. März konntet Ihr die verschiedenen Inhalte der Zukunftskonferenz auch online bearbeiten. Insgesamt kam die Online-Beteiligung auf über 260 Bearbeitungen und über 5.000 Aufrufe.

 

On-Tour

 

Ein Daumen klebt einen Sticker auf eine Karte von Kiel

Damit der Prozess im Stadtraum sichtbar wird, wurden drei Vor- Ort-Termine in Form von halbtägigen Info- und Beteiligungsständen an prominenten, frequenzstarken und öffentlichen Orten im Stadtgebiet durchgeführt.
  

Ziel war es, durch Präsenz im öffentlichen Raum verschiedene Bevölkerungsgruppen zu erreichen und gezielt in Quartiere zu gehen, deren Bevölkerung auf der Zukunftskonferenz tendenziell unterrepräsentiert war. Die Beteiligung erfolgte in Mettenhof, Gaarden und im Stadtzentrum (Holstentörn).



Räume der Zukunft

Die Stadt verändert sich ständig. In der bewegten Geschichte Kiels kamen immer wieder neue Orte dazu, die eine wichtige Rolle für die gesamte Stadt einnahmen: als Orte der Arbeit, des Miteinanders oder der Identifikation. Im Zukunftsdialog spielte daher der Austausch über mögliche räumliche Veränderungen der Stadt bis zum Jahr 2042 eine große Rolle.

Der Austausch über räumliche Veränderungen und wichtige Orte des zuküntigen Kiels erfolgte anhand von vier assoziativen Begriffen, die sowohl auf der Zukunftskonferez als auch in alle weiteren Dialogformaten thematisiert wurden.

Ihr hattet die Möglichkeit, das Gehirn, den Motor, das Wohnzimmer und den Raum mit der größten Dynamik des zukünftigen Kiels zu diskutieren und auf einer Karte zu verorten. Ziel war es, wandelbare und erhaltenswerte Orte gleichermaßen zu identifizieren. Im Folgenden werden die vier Themenbereiche als „Heatmaps“ dargestellt und die jeweiligen Ballungsräume herausgehoben.

 

Hot-Spot Innenstadt
Auch bei der Frage nach Dynamik wird der Innenstadtbereich ganz klar als prägender Stadtraum gesehen.

Hot-Spot Gaarden
Das zukünftige Gaarden wird als sehr lebendiger und dynamischer Stadtteil eingeschätzt.

Hot-Spot Kiellinie und Förde
Nicht nur die Uferbereiche, sondern auch die Wasserareale der inneren Förde werden als dynamische Zukunftsräume eingeschätzt.

Hot-Spot Holtenau-Ost
Derzeit in der Planung, 2042 ein dynamischer Stadtraum: der neue Stadtteil auf dem ehemaligen MFG5-Areal im Zusammenspiel mit dem Flughafen.

Hot-Spot Mettenhof
Bei den anderen räumlichen Fragen ist Kiels bevölkerungsreichster Stadtteil kaum vertreten. Hier wird seitens der Teilnehmenden jedoch zukünftige Dynamik erkannt.

Hot-Spot Westliches Fördeufer
Aus Sicht der Teilnehmenden gilt das gesamte westliche Fördeufer ausgehend von der Kiellinie bis zum Marinestützpunkt als Wohnzimmer der Stadt - ein Band, das sich nördlich des Kanals mit Lücken fortsetzt.

Hot-Spot Holtenauer Straße
Weiterhin Flaniermeile: Die Holtenauer Straße gilt auch 2042 noch als beliebte Adresse und wichtiger Stadtraum.

Hot-Spot Innenstadt
Nicht nur die Uferbereiche, sondern auch die Wasserareale der inneren Förde werden als dynamische Zukunftsräume eingeschätzt.

Hot-Spot Quartierszentren
Ob Gaarden, Wik oder Schönkirchen - die Quartiersund Ortsteilzentren bilden in der Stadt von übermorgen aus Sicht der Teilnehmenden ein stadtweites Netz attraktiver Räume.

Hot-Spot Ravensberg
Wissen als Antrieb: Die CAU mit ihrem Campus und ihrem Umfeld wird klar als Motor der Stadt der Zukunft angesehen.

Hot-Spot Innenstadt
Trotz aller Diskussionen rund um den Strukturwandel im Einzelhandel: Die Innenstadt wird auch zukünftig als wichtiges Zugpferd gesehen.

Hot-Spot Fördeufer
Die östlichen und die westlichen Hafen- und Gewerbeflächen sowie die Uferbereiche der Förde von Nord bis Süd wurden ähnlich häufig markiert.

Hot-Spot Förde
Wasser, Hafen, Weite: Die Förde selbst wurde erkennbar häufig markiert. Sie spielt in der Einschätzung der Stadtgesellschaft auch in Zukunft eine Schlüsselrolle.

Hot-Spot Wellsee
Auch das Gewerbegebiet Wellsee bleibt aus Sicht der Teilnehmenden ein wichtger (Wirtschafts-)Faktor.

Hot-Spot Ravensberg
Die CAU mit ihrem Campus und ihrem Umfeld wird klar erkennbar als relevanter Stadtraum eingeschätzt.

Hot-Spot Innenstadt
Neben dem Rathaus wird auch die weitere Innenstadt als zukünftiger Bereich des Wissens eingeschätzt.

Hot-Spot Schwentinemündung
Das östliche Fördeufer im Bereich des Geomar und der FH bildet aus Sicht der Teilnehmenden einen erkennbaren zweiten Schwerpunkt neben der CAU.


Zukünftiges Selbstverständnis

Das Selbstverständnis einer Stadt bringt zum Ausdruck, wie die hier lebenden Menschen sich und ihr Handeln begreifen. Hierbei geht es um gelebte Alltagswerte, um Charakter und um Attitüden. Das Selbstverständnis ist eng mit der Frage verknüpft, wie man von außen gesehen werden möchte.
 

...wurde eine beispielhafte Auswahl möglicher zukünftiger Selbstverständnisse formuliert. Anhand dieser Vorschläge konnten die Teilnehmer*innen je zwei Selbstverständnisse auswählen, die aus ihrer Sicht für das zukünftige Kiel besonders wünschenswert sind.

Zusätzlich hattet Ihr die Möglichkeit, über ein freies Feld sowohl Rückmeldungen zu geben als auch eigene Vorschläge für zukünftige Selbstverständnisse zu ergänzen. In der Auswertung wurden die Rückmeldungen und neuen Vorschläge sortiert und geclustert. Die Vorschläge für zusätzliche Selbstverständnisse stammen vorrangig aus der Online-Beteiligung. Ihr findet sie in den Bildunterschriften.

1. Platz Klimaschutz, 2. Hafenstadt/Stadthafen, 3. Stadt des Wissens, 4. südlichste Stadt Skandinaviens, 5. Reallabor des Nordens, 6. Bullerbü an der Förde, 7. eine wachsende Stadt, 8. Teil der Nordstadt

 

Reaktionen I
„Eine gemütliche, grüne Großstadt mit hellen, innovativen Köpfen“
„Wir sind mehr und Meer. Das Meer spielt leider noch keine allzugroße Rolle in der Stadt. Ein Stadtstrand wie z.B. in Wellington würde das Leben enorm aufwerten, Klimaschutz darf nicht fehlen und eine nachhaltige, in die Zukunft blickende Stadt, die immer am Puls der Zeit ist, kann einfach mehr erreichen.“
„Stadt des Wissens mit Klimaschutz verbinden (v.a. Meeresschutz / Hafen).“
„Wir sind Fahrradstadt“
1/4
„Wir sind Ostsee und der wichtigste Partner von Hamburg.“
„Wir sind die maritime Stadt“
„Wir sind eine maritime Stadt mit maritimen Sport, maritimer Industrie, maritimer Wissenschaft, maritimen Tourismus, maritimer Dienstleistung und mehr maritim geprägter Einrichtung als alle anderen Städte.“
„Wir sind die entspannte Stadt am Meer.“
„Wir sind Marinestadt.“
„Wir sind Kiel – die maritime Stadt!“
„Wir sind die einzige Großstadt am Meer!“
2/4
„Eine gemütliche, grüne Großstadt mit hellen, innovativen Köpfen“
„Wir sind die Norddeutsche Zukunft! Gerade im Zuge des Projektes Kiel 2042 sollten wir unseren Blick doch auf die Zukunft werfen. Natürlich sind wir durch die hoch angesehene CAU eine Stadt des Wissens, nur wollen wir das auch in der Zukunft bleiben! Deshalb IMMER den Blick auf zukunftsorientierte Planung werfen!“
„Stadt des Wissens mit Klimaschutz verbinden (v.a. Meeresschutz / Hafen).“
3/4
„Design – bekannt für stimmiges Stadtbild; preisgekrönte Designvorlagen für alle Wirtschaftsbereiche kommen aus Kiel (Muthesius Schule).“
4/4
Reaktionen II
„Innovationsstadt mit nordischem Flair“
„Startup-Stadt, Technologiezentrum – Aufbau von Startup-Förderung und Campus. Kiel als Kalifornien Deutschlands. (Meer, Wissenschaft, Innovation, Lebensqualität)“
„Wir bieten Jobs in Zukunftsbranchen wie in der Informationstechnologie; Öffentlicher Dienst und Militär bieten kaum nachhaltige Wertschöpfung.“
„Wir sind die innovativste und agilste Stadt im Norden.“
„Wird sind technologisch und wirtschaftlich an der Spitze in Norddeutschland.“
1/4
„Wir sind Lebensqualität! Wir nutzen unseren Wasserzugang noch besser als heute, indem wir ihn allen Bürger*innen zur Verfügung stellen. Das bedeutet in einzelnen Fällen auch, bisherige Nutzungskonzepte zu überdenken und zu ändern, so die bislang fast durchwegs asphaltierte Kiellinie mit Premiumplätzen für Autos, aber nicht für die Bürger.“
„Kiel ist die Stadt der Kleinteiligkeit und Vielfalt am Wohnungsmarkt mit einer hohen Eigentümerquote.“
2/4
3/4
„Mitgliedschaft in der neuen Hanse annehmen“
„Wir sind Ostsee und der wichtigste Partner von Hamburg.“
4/4

 


Zukünftige Leitbilder

1. Platz Gesunde Stadt, 2. Platz Geimenwohl-orientierte Stadt, 3. Platz Gerechte Stadt, 4. Platz Klimaangepasste Stadt, 5. Platz Smart City, 6. Platz Gemischte Stadt, 7. Platz Plus-Energie-Stadt, 8. Platz Sichere Stadt, 9. Platz Basisdemokratische Stadt

Im Gegensatz zum Selbstverständnis einer Stadt sind Leitbilder nicht stadtspezifisch. Ein Leitbild ist eine Reaktion auf gesellschaftliche Fragen, denen sich eine Stadt stellen muss. Leitbilder werden politisch verhandelt. Sie werden beschlossen und sind danach handlungsleitend.  

...wurde eine beispielhafte Auswahl möglicher Leitbilder formuliert, denen sich Kiel im Jahre 2042 verpflichtet fühlen könnte. Anhand dieser Vorschläge konnten die Teilnehmer*innen je zwei Leitbilder auswählen, die aus ihrer Sicht für das zukünftige Kiel besonders wünschenswert sind.

Zusätzlich hattet Ihr die Möglichkeit, über ein freies Feld sowohl Rückmeldungen zu geben als auch eigene Vorschläge für zukünftige Leitbilder zu ergänzen. In der Auswertung wurden die Rückmeldungen und neuen Vorschläge sortiert und geclustert. Die Vorschläge für zusätzliche Leitbilder stammen vorrangig aus der Online-Beteiligung.

Im den Bildunterschriften im Slider findet Ihr Zitate von der Zukunftskonferenz. Jedem Leitbild konnten einige davon zugeodnet werden. Ihr findet sie in den Bildunterschriften.


 

Leitbilder I
„Stadt der Lebensqualität im Norden mit kurzen Wegen. Kiel bietet die Möglichkeit, sich einfach, sicher und bequem ohne Automobilverkehr zu bewegen und so die volle Lebensqualität zu genießen. Der Trumpf Förde wird erst dann vollständig genutzt.“
1/5
2/5
„Intelligente Stadt – Bildung und Diversität führen zu Innovation und nachhaltigem Leben.“
„Wohlstand für mehr soziale Gerechtigkeit.“
3/5
Umweltbewuste Stadt – Dass möglichst viele Kieler über Plakate, Internet, Aktionen usw. über den Klimawandel aufgeklärt werden und die Stadt Bus und Bahnpreise reduziert sowie mehr und bessere Fahradwege baut usw.“
„Nachhaltige Stadt – bessere Luft, mehr Grün, mehr Stadtraumqualität durch Cafés, Grünflächen, Sitzgelegenheiten statt parkender Autos“
4/5
„Nachhaltige und digitale Stadt“
5/5
Leitbilder II
„Modern und Buntkreativ“
„Wir sind eine offene Stadt, offen für Menschen und Gedanken“
„Weltoffene Stadt“
1/5
„Verbindende Stadt #Orientierung #Zusammenhalt #Miteinander“
2/5
„Saubere Energiestadt z.B. aus Wasserkraftwerken und Windenergieanlagen mit mindestens 10-fachem Abstand der Nabenhöhe zu Wohnbebauungen und Gesundheit, das heißt nur geringe Mobilfunkstrahlung im Außenbereich und sehr geringe Mobilfunkstrahlung im Innenbereich, an Schlaf- und Arbeitsplätzen!“
3/5
„Kiel hat sich für starke Kommunen stark gemacht, damit wir Bürger*innen auch mitgestalten können.“
4/5
5/5

 


Der zuküftige Alltag in Kiel

Auch in 22 Jahren wird Kiel vor allem durch die Menschen geprägt, die hier leben, wohnen und ihre Stadt gestalten. Zum Auftakt des Zukunftsdialogs wurde daher der Versuch unternommen, das vielseitige Stadtleben des zukünftigen Kiels durch zehn fiktive Charaktere zu illustrieren.

Für den Dialog wurden zehn beispielhafte Alltage fiktiver Personen aus dem Jahr 2042 beschrieben. Durch diese Darstellung sollten gängige Denkmuster aufgebrochen und ihr solltet  für das Jahr 2042 inspiriert werden. Ihr konntet die Alltage / Charaktere, die ihr für besonders interessant oder wünschenswert hielten, durch eine Punktevergabe hervorheben.

Zusätzlich konnten Aufgaben definiert werden, die umgesetzt werden müssten, um den jeweiligen fiktiven Alltag „wahr werden“ zu lassen. Die eingereichten Zukunftsaufgaben wurden sinngemäß übernommen. Ähnliche Zukunftsaufgaben wurden vereinheitlicht und zusammengefasst, um die Inhalte übersichtlich und verarbeitbar zu halten. Hierfür wurde teilweise auf den direkten Wortlaut verzichtet.

 

Die drei von Euch am häufigsten ausgewählten Charaktere waren Sofia, Shari & Lucia und Finn. Aus den Charakteren haben sich Zukunftsaufgaben aus den Bereichen Wohnen, Bildung, Politik, Mobilität, Kultur und Wirtschaft gebildet, die wir Euch vorstellen.

Charaktere
Text: 98 Jahre, Ethiktrainer für Künstliche Intelligenz: Cen ist gelernter Busfahrer und lebt schon seit 50 Jahren in Kiel/ Seit 3 Jahren ist er Witwer/Er wohnt allein und selbstständig in einer Erdgeschosswohnung in Schilksee und möchte seiner Familie nicht zur Last fallen/ Eine Künstliche Intelligenz unterstützt ihn in seinem Alltag, vor allem in den Bereichen Mobilität, gesundheitliche Assistenz und Kommunikation/ Im Auftrag einer Softwarefirma trainiert Cen diese Künstliche Intelligenz an drei Tagen in der Woche in ethischen Fragen
1/10
72 Jahre, Lehrerin (unter anderem): Dagmar hat in ihrem Leben schon fünf Berufe ausgeübt - angefangen hat sie als kaufmännische Angestellte in Bremen/ Mit 50 Jahren hat sie ihr duales Studium zur Umwelt-Managerin abgeschlossen/ Danach hat sie mehrere Jahre auf einer Algenfarm in Flensburg gearbeitet/ Mit 70 Jahren ist sie in den Bereich Pädagogik gewechselt/ Jetzt ist sie Lehrerin für praktischen Klimaschutz an einer Schule in Holtenau
2/10
35 Jahre, Unternehmer: Finn hat vor einigen Jahren die Firma „customize yourself“ gegründet/ Er ist Experte für künstliche Körpererweiterung und Selbstoptimierung/ Heute trägt er dieses Bein, morgen ein anderes - er liebt die Vorteile dieser Austauschbarkeit und Anpassbarkeit/ Seine Seminare an der Uni sind extrem beliebt/ Seit neuestem trägt er einen Speicherchip, der ihn bei der kreativen Arbeit unterstützt/ Er selbst behauptet von sich, dass sein Leben von Freizeit bestimmt wird.
3/10
55 Jahre Gaarden-Kuratorin: Galina ist seit kurzem Managerin eines gemeinwohl-orientierten Kulturfonds in Gaarden. Ihre Hauptaufgabe ist die Finanzierung und auch die Eigenentwicklung von Sozial- und Kulturprojekten im Stadtteil. Mit ihren besten Freundinnen hat sie vor 20 Jahren einen alten Hof bei Rodenbek gekauft. Hier werden inzwischen auch alte Schafrassen gezüchtet.
4/10
6 Jahre, Schülerin: Lunas Lieblingsort in der Stadt ist das Erlebnisbiotop Kieler Förde. Wenn sie einmal groß ist, möchte sie zur Marine. Oder auch Bienenzählerin werden wie ihre Mama.
5/10
42 Jahre, SmartCity-Agent: Marvin arbeitet für die Kieler Stadtwerke im Bereich Systemsteuerung und Versorgungssicherheit. Er ist die menschliche Schnittstelle in Momentem, in denen die intelligenten städtischen Systeme Probleme haben und eine situative Entscheidung nötig ist. Er hat keinen festen Arbeitsplatz, sondern ist ständig per Lastenrad unterwegs zu verschiedenen Orten in der Stadt und im Umland. Seit kurzem hegt er eine Vorliebe für 3D-gedruckte Möbel.
6/10
15 Jahre, Schüler: Matteo lebt mit seiner Mutter in einem Dreifamilienhaus im Stadtteil Mettenhof. Seine Schule im Bildungszentrum Mettenhof gilt mit ihrer Mischung aus Digital- und Realraum als die innovativste Schule Norddeutschlands. Matteo geht in keine Klasse sondern lernt in maßgeschneiderten Programmen - und zwar ganz andere Dinge als seine Freunde. Matteos Opa war Graffiti-Aktivist. Er selbst bezeichnet sich als Off-Aktivist. Ihm macht es tierisch Spaß, die technischen Systeme in der Stadt zu verändern oder kreativ zu stören.
7/10
59 Jahre, Data-Cleanerin: Miruna stammt aus Rumänien, wohnt aber seit 20 Jahren in der Wik. Vor drei Jahren ist sie in ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt in einem Komplettholz-Neubau gezogen. Die insgesamt 12 Personen ihrer „Wohnfamilie“ sind zwischen 22 und 89 Jahren alt. An vier Tagen pro Woche arbeitet Miruna von Zuhause aus im offenen Gemeinschafts- Arbeitsbereich im Erdgeschoss. Freitags und am Wochenende ist Miruna für ihren Videokanal per Bahn unterwegs durch Deutschland und Nordeuropa.
8/10
31 und 41 Jahre, Stadtmacher*innen: Shari stammt aus Eritrea. Sie ist vor 5 Jahren nach Europa geflohen und arbeitet inzwischen als Tischlerin in der Kieler Innenstadt. Luca stammt aus einer alteingesessenen Kieler Familie und ist freier Bürokratie-Designer im Auftrag der Bundesregierung. Die Beiden sind seit 3 Jahren ein Paar und leben C02-neutral auf einem Hausboot. Sie haben noch keine Kinder. Beide engagieren sich ehrenamtlich im Haus des Wissens in der Innenstadt.
9/10
26 Jahre, Urban-Mining-Ingenieurin: Sofia ist Expertin für Kreislauflogistik. Ihr Spezialgebiet ist die Rückgewinnung von Rohstoffen aus Gebäuden und aus Verkehrsinfrastruktur. Sie lebt in einem Mikrohaus auf dem Dach eines alten Baumarkts, der inzwischen aber zu weiten Teilen für die lokale Nahrungsmittelproduktion genutzt wird. Selbstversorgung, Tauschen und Reparieren lagen ihr schon immer am Herzen. Inzwischen ist sie in ihrem Spezialgebiet eine gefragte Rednerin und berichtet landesweit über Ressourceneffizienz an der Förde.
10/10
Eine sitzende Menschenmenge spiegelt sich in einer Scheibe, in der Ferne sieht man die HDW-Kräne

  • alternative Wohnkonzepte
  • Neues Leerstands- / Flächenmanagement
  • Nachhaltiges, klimabewusstes und grünes Bauen
  • Flexible Nutzung von Gebäuden
  • Neue Wohnkonzepte für Kieler*innen und nicht für Investoren
  • Ressourcenschonendes nachhaltiges Bauen
  • Neuerfinden von Gewerbegebieten
  • Zwischennutzung statt Neubau
  • Die Förde zum Lebensraum machen
  • Fördeufer ist für Hausboote freigegeben
  • Förde als Erholungsraum (Baderaum)
  • Erweiterung der zugänglichen Uferteile
  • Erschwingliches Wohnen für Kieler*innen
  • Freiraum wird mit Ideenwerkstätten gestaltet (öff. Raum und bebauter Raum)
  • Stadt als Bauherr und Flächeneigentümer
  • Innenstadt als kulturelles Zentrum der Stadt
  • ökologisches und soziales Wohnen
  • Barrierefreie öffentliche und private Räume
  • Freiräume und Grünräume ausbauen

 

  • Verankerung von Kreislaufprinzipien
  • Nachhaltigkeitsstrategie um Zusammenhang mit den SDGs entwickeln
  • Bewusstsein für Veränderungen u. Nachhaltigkeit
  • Verbot von nicht wiederverwendbaren Ressourcen
  • straffreies Wiederverwenden von Lebensmitteln
  • B-Planung / Gesetzgebung für Baugenehmigungen ändern
  • Flächen für urban gardening bereitstellen
  • Bürger*innen als Gestalter von Freiflächen
  • Unterstützung des Ehrenamts
  • Grundabsicherung schaffen
  • Stadtkonzept zum Tauschen und Reparieren
  • Nachhaltige Nutzung von Produkten fördern (Tauschen und Reparieren)
  • Implementierung des „Cradle to Cradle“-Ansatzes in alle Bereiche
  • lokale Ausschreibungen für lokale Aufgaben
  • barrierefreie Integration
  • Förderung „grüner“ Energie
  • lokale Initiative in der an jedem politischen und alltäglichen Prozessen mitgewirkt werden kann und das sichtbar
  • soziales Engagement und Ehrenamt fördern
  • Motivation zur Zusammenkunft / Beteiligung
  • Bürokratieabbau
  • Premie für CO2-Neutrales Leben
  • offene Integrationspolitik
  • weltoffene Gesellschaft
  • Förderung von Selbstständigkeit statt Filialisten
  • Unterstützung lokaler Unternehmen
  • Vorreiter in der Start-Up-Förderung
  • kostenlose Ressourcen für Start-Ups
  • Mehr freizeitbasiertes Leben nach dem Vorbild von Finnland
  • Expertenaustausch fördern
  • Förderung der medizinischen Forschung / Medizintechnik
  • Vereinfachung medizinischer Zulassung
  • Toleranz und Akzeptanz gegenüber Neuem
  • Förderung innovativer Ideen
  • Körpererweiterungen ermöglichen

  • Integration von neuen Studiengängen / Kursen, um Talente anzuziehen
  • Nachhaltigkeitgedanke als Bestandteil jedes
  • Studiengangs und Denkens
  • Enge Kooperation von Wirtschaft und Uni
  • Bildungsangebote für lokale Produktion (urban
  • Gardening, Recycling etc.)
  • Forschung zum Thema Kreislaufwirtschaft fördern
  • für alle zugängliche Bildungsräume
  • Vernetzung von Wissenschaft und Praxis
  • Ausbau der Universität

  • Wasser auch als Mobilitätsraum (Wassertaxen)
  • Modernste Versorgungsanschlüsse (Glasfaser) direkt zum Hausboot
  • Die Innenstadt bietet Transportkonzepte, die klimaneutral den Transport von Tischlerei-Werktstoffen ermöglichen.
  • Fördern des ÖPNV

  • Multikulturelle Treffpunkte

  • Förderung von lokaler und eigenverantwortlicher
  • Produktion (Energien, Lebensmittel...)
  • Förderung von regionaler Produktion / Konsum
  • lokaler Müll- und Versorgungskreislauf
  • Förderung von Leihgeschäften / Sharing
  • städtische Lebensmittelproduktion (micro Greens, Fischzucht etc.)
  • Open Source-Förderung, um auf Ressourcen zuzugreifen
  • Entwicklung von neuen Techniken
  • Förderung „urban mining“
  • Förderung von innerstädtischem Handwerk und Manufakturen
  • Pop-Up-Stores auf dem flämischen Markt
  • Stadtweites W-LAN
  • Größere IT-Sicherheit
  • Internetausbau
  • Co-Working Spaces
  • Flächen für Start-Ups (Werkstätten und Büros)


Globale Trends & lokale Aufgaben

Klimawandel, soziale Ungleichheit oder auch Digitalisierung - eine auf die Zukunft orientierte Stadtentwicklung muss sich zahlreichen Aufgaben stellen. Auf der Zukunftskonferenz konntet Ihr einschätzen, wie Kiel in Hinblick auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet ist. 

Die dargestellten Herausforderungen wurden von urbanista für die Zukunftskonferenz formuliert und sind nicht als vollständige Übersicht zu verstehen. Bei der Zukunftskonferenz konntet Ihr Punkte für die Aufgaben vergeben, auf die Kiel eurer Meinung nach gut beziehungsweise nicht gut vorbereitet ist. Dieses Themenfeld wurde aufgrund der Textmenge sowie der Komplexität lediglich auf der Zukunftskonferenz dargestellt.

 

Die Zukunft kann kommen

Auf diese Herausforderungen ist Kiel gut vorbereitet:

  • Bürger*innen fordern das Recht auf Mitgestaltung ein, dies braucht Platz und feste Organisationsformen in der Stadt.
  • Teilen statt Besitzen: Sharing Angebote nehmen einen immer höheren Stellenwert in den Städten ein.
  • In einer vielfältigen Gesellschaft steigt der Bedarf nach neuen „Mitten“, in denen Begegnung, Austausch und Diskurs stattfinden kann.
  • Insbesondere „Digital Natives“ nutzen die Stadt anders. Dies bietet Gelegenheiten, öffentliche Räume gänzlich neu zu denken.
  • Orte für Lebenslanges Lernen brauchen einen Platz in der Stadt.
  • Die Verkehrswende erfordert eine Neuaufteilung des Straßenraums und weiterer öffentlicher Räume.
  • Lebensqualität und eine gesunde Wohnumgebung werden zu wichtigen Standortfaktoren im Wettbewerb der Städte.
  • Stadtnatur und Grünräume müssen neu geschaffen und erhalten werden.
Hier müssen wir anpacken

Auf diese Herausforderungen ist Kiel noch nicht optimal vorbereitet:

  • Durch saubere, leise und hochtechnisierte Produktion kann auch die Industrie wieder in die innere Stadt zurückgeholt werden.
  • Der Lebensalltag wird immer häufiger auf mehrere Lebensmittelpunkte verteilt. Die räumliche Mobilität wird damit immer bedeutender.
  • Kommunen verlieren Teile ihrer Handlungsfähigkeit und Gestaltungsmacht – vor allem durch Schuldenlast sowie Sanierungs- und Invenstitionsstau.
  • Städtische Systeme werden mithilfe von Echtzeitdaten und lernenden Algorithmen gesteuert.


raum + krise

„Change is the only permanence and uncertainty the only certainty" -  Zygmunt Bauman

Eine Krise ist eine Ausnahmesituation. Eine akute Störung am gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen System führt zu einer unübersichtlichen und akuten Entscheidungssituation, welche sowohl in eine Katastrophe führen kann, als auch Chancen zur Verbesserung in sich trägt.

Man verlässt das gesicherte Terrain. Dabei lässt der Ausnahmezustand der derzeitigen Pandemie uns unsere globalisierte Lebensrealität neu wahrnehmen und gibt uns die Möglichkeit zur Reflexion und Experimenten. Was können wir aus unserem neuen Alltag lernen? Werden wir auch zukünftig auf Konsum verzichten? Und können wir über Corona-Videos oder Balkon-Konzerte hinaus weiterführende Techniken und Methoden entwickeln, in unübersichtlichen, komplexen Ordnungssystemen handlungsfähig bleiben?

In diesem Semester beschäftigten sich die Studierenden des Masterstudiengangs „Raumstrategien / Spatial Strategies“ der Muthesius Kunsthochschule mit dem Ausnahmezustand der aktuellen COVID-19-Pandemie. Die Teilnehmer*innen wurden dazu eingeladen sich mit den gesellschaftlichen Widersprüchen und den globalen Wirkkräften der vernetzten Gesellschaft zu beschäftigen und dessen Einfluss auf den privaten und öffentlichen Raum zu untersuchen.

Diese Untersuchungen sind zweiteilig und bestehen aus einer anfänglichen Recherche mit Schwerpunkten (Social Distancing / Fußabdruck der Krise / Zoom / exponentielles Wachstum / Containment / Klopapier / öffentlicher Raum / Sicherheit ...) sowie einer Visualisierung der subjektiven Erfahrung aller Teilnehmer*innen und ihres Alltags innerhalb der eigenen Quarantäne. Die aus der Recherche resultierenden Projekte übersetzen dabei die gewonnene Sicht auf die Krise in ein künstlerisches Experiment (Film / Sequenzen / Stop Motion / Modell / Präsentation mit gesprochenem Text).

 

Während der COVID-19-Pandemie arbeiten wir vermehrt im Home Office und kommunizieren hauptsächlich digital. Welche Auswirkungen hat diese Art der Kommunikation auf unser Verhalten und wie inszenieren wir uns?

Ich habe mich mit der Krise in der Krise, Handeln im Wandel, einem kollektiven Selbstbetrug und Zahlen, die stetig steigen, beschäftigt.

Kümmern kann man sich um vieles oder es halt lassen. Kümmern bedeutet sich einer Sache, einer Person, einem Thema anzunehmen und beinhaltet Zeit, Energie und Aufmerksamkeit. Kümmern ist vielschichtig und in jedem Fall sollte man mehr darüber sprechen, wichtige Fragen stellen (Wer kümmert sich, warum und worum wird sich gekümmert und unter welchen Bedingungen?) und zuletzt damit beginnen das Thema ganzheitlich neu zu denken.

 

In der Krise habe ich die Form der Kommunikation im Raum umgedacht, es geht um Gestik und Mimik, Sprache und neue Linguistik, Informationsleitung und körperlichen Raum…

Unser Wohnraum reagiert als eigenständiges System auf die Krise. Wie ein Organismus wird auch er infiziert, seine Strukturen angegriffen und seine Anpassungsfähigkeit auf die Probe gestellt. Wie kann aus dem Chaos heraus eine neue Ordnung entstehen? Welche Geschwüre und Verwachsungen bildet der Wohnorganismus als Reaktion auf seine Verletzungen? Eine Geschichte von ineinander liegenden Strukturen, Unordnung und neuer Ordnung.

Wir definieren uns durch die Erfahrungen und Informationsquellen, die wir ausgewählt haben, zusammen mit den Ausdrucksmitteln, die uns zur Verfügung stehen. Wir treten in eine Ära ein, in der die menschliche Identität zu einer untrennbaren Mischung aus digitaler und physischer Identität wird. Wie sieht die Welt aus, nachdem diese Selbst verschmolzen sind?

 

Home is changing. During the pandemic, cases of domestic violence surge worldwide.For the victims of IPV(intimate partner violence), Stay home order is their worst nightmare, they are forced to stay with their abuser. Home is no longer a safe place, yet a place they want to escape.

»Leib sein [ ... ] heißt an eine bestimmte Weit geheftet sein, und unser Leib ist nicht zunächst im Raum: er ist zum Raum. [ ... ] Suche ich dergestalt die Bewegung klar und deutlich zu denken, so vermag ich nie zu verstehen, daß Bewegung je für mich zu beginnen und mir als Phänomen gegeben zu sein vermag. Und gleichwohl laufe ich, habe ich allen Forderungen und Alternativen des klaren Denkens zum Trotz die Erfahrung der Bewegung [ ... ].«

In der Krise wurden wir durch die Isolation mehr denn je an unseren persönlichen Raum gebunden und von der Außenwelt abgeschnitten. Das Social Distancing, die Trennung von sozialen Kontakten; Familie, Freunde, Partner und Arbeitskollegen ließ Jeden Einzelnen von uns Tag für Tag sozial verhungern. Der Wunsch nach Berührung wuchs.

 

Durch die Isolation und den zwischenmenschlichen Rückzug während der COVID-19 Quarantäne habe ich eine romantische Beziehung mit meiner Zimmerpflanze begonnen. Inzwischen haben wir uns getrennt, sind aber noch gute Freunde.