Neues Leben an der Schwentinemündung

Die Ufer der Schwentinemündung waren jahrhundertelang durch industrielle Nutzung belegt und für die Anwohner*innen kaum zugänglich. Das Kieler Ostufer war zu jener Zeit von Fischerei, Mühlenbetrieben und Werften geprägt.

Mit den Krisen des Schiffbaus wurde das Gebiet zu einer städtebaulichen Herausforderung für die Landeshauptstadt Kiel. Um die angrenzenden Stadtteile zu entwickeln, wurde der Bereich städtebaulich überplant. Das Projekt Schwentinemündung setzt sich heute aus vielen Bausteinen zusammen.

"Wohnen und Arbeiten in Wassernähe" ist das tragende Motto der Gesamtkonzeption. Daneben stehen Wissenschaft und Forschung mit der Fachhochschule Kiel, den Meeresforschungsinstituten und Medizinunternehmen, die sich an der Schwentinemündung ansiedelten.

Durch öffentlich geförderte Baumaßnahmen - vorwiegend im Straßen- und Wegebau - ist die Schwentinemündung verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit und privater Investoren gerückt. Der steigende Verwertungsdruck auf private Flächen veranlasste die Kieler Stadtverwaltung, im ersten Halbjahr 2010 einen städtebaulichen Ideenwettbewerb für einen Teilbereich der Schwentinemündung durchzuführen, der als Grundlage für zwei Bebauungspläne dient.

Die Landeshauptstadt Kiel erhofft sich von den öffentlichen Investitionen einen Anstoß auch für private Vorhaben. So kann in absehbarer Zeit der Mündungsbereich der Schwentine zu einem zukunftsweisenden, attraktiven Gebiet und zu einem Motor für das gesamte Ostufer entwickelt werden.

Kiel - Neues Leben an der Schwentinemündung

Um auch dem jahrelangen Engagement der Bürger*innen aus Ellerbek, Wellingdorf und Neumühlen-Dietrichsdorf sowie der städtischen Bauverwaltung Ausdruck zu verleihen, hat das Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Kiel eine Broschüre über die Schwentinemündung erstellen lassen.

Deutscher Städtebaupreis

Kiel hat sich im Jahr 2010 mit dem Gesamtprojekt Schwentinemündung um den Deutschen Städtebaupreis der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung beworben und eine "Belobigung" erhalten.

Sie können die heute noch aktuelle Bewerbungsbroschüre (3,6 MB) hier aufrufen.

 


Ideenwettbewerb Schwentinemündung

Die Schwentinemündung steht seit einigen Jahren im Fokus der Kieler Stadtentwicklung. Die Stadt Kiel erhofft sich als Folge von bereits getätigten und noch geplanten öffentlichen Investitionen einen Anstoß für private Vorhaben. Um diesen Effekt zu unterstützen, hat die Landeshauptstadt Kiel im Frühjahr 2010 einen städtebaulichen Ideenwettbewerb für mehrere Grundstücke an der Schwentinemündung ausgelobt.

Der Wettbewerbsbereich

Der Wettbewerbsbereich umfasst insgesamt eine knapp sechs Hektar große Fläche, die in sechs Teilgebiete unterteilt ist. Das Wettbewerbsgebiet erstreckt sich am Nordufer vom Fähranleger Dietrichsdorf bis zu den Alten Schwentinebrücken und umfasst am Südufer eine private Bootslagerfläche, ein städtisches Grundstück eines Anglervereins sowie einen kleinen Teil einer landeseigenen GEOMAR-Grünfläche.

Die Ergebnisse des Ideenwettbewerbs sollen die konzeptionelle Grundlage für die beiden Bebauungspläne Nummer 964 (Schwentineufer Nord) und Nummer 973 (Schwentineufer Süd) schaffen.

In Abstimmung mit der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein nahmen insgesamt fünf Büros aus Kiel, Neumünster und Hamburg am Wettbewerb teil. Hierbei wurde besonderer Wert darauf gelegt, dass die Aspekte der Stadtplanung, der Architektur und der Landschaftsplanung von allen beteiligten Büros abgedeckt wurden.
 

Einen Eindruck von den einzelnen Wettbewerbsbeiträgen gibt es hier:

 

 

Die Webseite www.kieler-ostufer.de gibt einen guten Überblick über aktuelle Themen auf dem Ostufer.

Zum Herunterladen
Deckblatt Broschüre

Kiel - Neues Leben an der Schwentinemündung (2,4 MB)
 

Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
Stadtplanungsamt
Fleethörn 9
24103 Kiel

 

Sven Graber

0431 901-2486