Kiel mit dem Auto

Bewohnerparken - Was ist das?

Besonders hoch ist der Bedarf an Parkplätzen in Wohngebieten der Innenstadt und in Wohngebieten mit großem Verkehrsaufkommen (an zum Beispiel Sport- und Freizeitstätten, Bildungseinrichtungen oder Einzelhandelszentren). In diesen Bereichen ist die Parkplatzsuche für die Bewohner*innen sehr schwierig.

Um die angespannten Parksituationen zu entschärfen, gibt es in Kiel seit den 90er-Jahren die Bewohnerparkzonen (früher: Anwohnerparkzonen).
 


Welcher Parkplatz ist wie geregelt?

An Wohnorten in der Nähe von öffentlichen Bereichen müssen sowohl Bewohnerparkplätze als auch öffentliche Parkplätze zur Verfügung stehen. Damit wird sichergestellt, dass auch die Besucher*innen von beispielsweise ortsansässigen Geschäften eine Parkmöglichkeit finden.

Es wird zwischen den folgenden Parkplätzen unterschieden:

Freie Parkplätze sind für jede Autofahrerin und jeden Autofahrer nutzbar.

Das Parken ist weder zeitlich begrenzt noch kostenpflichtig. Auf freien Parkplätzen wir auch kein Parkausweis benötigt.
 

Bewohnerparkplätze dürfen nur von Bewohnerinnen und Bewohnern mit einem speziellen Parkausweis genutzt werden. Einen Anspruch auf einen Parkplatz haben sie aber nicht. Gekennzeichnet sich Bewohnerparkplätze durch Zusatzschilder, wie zum Beispiel die Schilder „Bewohner frei“ oder „Bewohner mit Parkausweis".

Sie möchten einen Bewohnerparkausweis beantragen?
Hier finden Sie weitere Informationen.
 

Schild zum Bewohnerparken
Schild zum Bewohnerparken

Auf bewirtschafteten Parkplätzen darf jede Autofahrerin und jeder Autofahrer parken.

Innerhalb bestimmter Zeiten ist das Parken zum Beispiel kostenpflichtig und zeitlich begrenzt möglich. Außerhalb dieser Zeiten ist der bewirtschaftete Parkplatz als freier Parkplatz nutzbar.
 

Kombinierte Parkplätze sind eine Mischung aus Bewohnerparkplätzen und bewirtschafteten Parkplätzen.

Bewohner*innen mit einem speziellen Parkausweis dürfen auf diesen Parkplätzen kostenlos parken. Auch sind sie an keine Parkhöchstdauer gebunden. Einen Anspruch auf einen Parkplatz haben sie aber nicht.

Für Personen ohne Bewohnerparkausweis ist das Parken innerhalb bestimmter Zeiten kostenpflichtig und zeitlich begrenzt möglich. Außerhalb dieser Zeiten ist der Parkplatz nur für Bewohner*innen nutzbar.
 

Bei einigen Parkplätzen gibt es eine Tag- und Nachtregelung.

Tagsüber sind die entsprechenden Parkplätze als kombinierte Parkplätze nutzbar. In der Nacht dürfen hingegen ausschließlich Bewohner*innen mit einem speziellen Parkausweis auf den Plätzen parken.
 

 


Neue Bewohnerparkzonen einrichten

Um neue Bewohnerparkzonen einrichten zu können, muss zunächst ein hoher Parkdruck nachgewiesen werden.

Dazu wertet das Stadtplanungsamt Kfz-Melderegister aus oder untersucht die Parksituation mit beispielsweise Bürgerbefragungen und Parkplatzerhebungen.

Daraus wird die tatsächliche Parkplatzsituation ermittelt und gegebenenfalls neue Parkplatzkonzepte entwickelt.
 


Gesetzliche Grundlagen

Die Zuständigkeit für neue Bewohnerparkzonen regelt die Straßenverkehrsordnung (StVO, §45 Absatz 1b). Die Details zur Anordnung werden von der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV StVO) erstellt.

Nach diesen Vorgaben richten die Gemeinden neue Parkzonen ein.

Um Parkzonen abmessen, anordnen oder beschildern zu können, müssen sich die Gemeinde an enge Richtlinien halten. Mehr Freiheiten haben sie hingegen beim Planungsprozess, bei der Datenerhebung und bei den Planungszielen. Diese Bereiche dürfen sie selbstständig gestalten und festlegen.


Bewohnerparkzonen in Kiel

Derzeit gibt es in der Landeshauptstadt Kiel acht Bewohnerparkzonen:

  • A - Altstadt
  • B - Blocksberg
  • D - Düsternbrook
  • G - Gerhardstraße
  • L - Legienstraße
  • N - Neumühlen
  • P - Prüne
  • W - Waisenhofstraße

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Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
Tiefbauamt
Sachbereich Verkehrsplanung 
Rathaus, Fleethörn 9 
24103 Kiel