Energiequartier Olympiazentrum Schilksee

Projekthintergrund

Das Olympiazentrum in Kiel-Schilksee besteht bereits 45 Jahre.

Die Austragung eines weiteren olympischen Ereignisses in Kiel-Schilksee, der Olympischen Spiele 2024 gemeinsam mit der Hansestadt Hamburg, konnte leider nicht durchgesetzt werden. Damit einhergehende Positiv-Effekte für das Olympiazentrum werden dementsprechend nicht erzielt werden können.

Deshalb hat die Landeshauptstadt Kiel beschlossen, das Areal in anderer Form in den Fokus zu rücken und bezüglich der energetischen Modernisierung und Erneuerung untersuchen zu lassen.
Die Kosten für das Projekt werden zu 65 Prozent durch die KfW getragen und zu 30 Prozent über die Investitionsbank Schleswig-Holstein durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein gefördert.
 

Das Olympiaquartier soll zum Energiequartier werden. Mit dem Projekt möchte die Landeshauptstadt Kiel den Klimaschutz aktiv unterstützen.
Aus diesem Grunde wird von den Projektpartnern ein energetisches Quartierskonzept erarbeitet, welches sich in verschiedene Bausteine gliedert.
Im Folgenden sind die wichtigsten Elemente des Projektes dargelegt:

  • Zunächst erfolgt eine umfassende Analyse des Ist-Zustandes im Gebiet anhand von bereits bestehenden Daten und Recherchen vor Ort. Darauf aufbauend wird dann eine energetische Bewertung erfolgen.
  • Auf Grundlage der Analysen wird anschließend eine Maßnahmenentwicklung durchgeführt und es erfolgt eine Ermittlung der Einsparpotentiale im Gebiet.
  • Es sollen drei Szenarien für die Modernisierung der Gebäude ausformuliert und im Detail betrachtet werden.
  • Verbunden mit den möglichen Sanierungsmaßnahmen im Gebäudebestand, wird es entscheidend sein, die bestehenden Möglichkeiten zur Optimierung der Nahwärmeversorgung im Quartier zu untersuchen. Dies wird die erste Kieler Wärmeplanung nach dem neuen Energiewendegesetz sein.
  • Die verschiedenen entwickelten Konzepte werden zudem nach abgestimmten Kriterien miteinander verglichen. Kriterien sind unter anderem die CO2-Emissionen, die Betriebs- und Investitionskosten und die Luftschadstoff-Emissionen.
  • Das Olympiazentrum ist nur teilweise barrierefrei und deshalb soll untersucht werden, mit welchen Maßnahmen die Barrierefreiheit verbessert werden kann, um altersgerechtes Wohnen zu ermöglichen.
  • Ganz entscheidend im Projektverlauf ist durchgehend die Beteiligung von allen Akteuren vor Ort. Dies soll z.B. durch Informationsveranstaltungen, den Internetauftritt, die Versendung eines Quartiersbriefs und Pressearbeit erfolgen.


Im März 1967 fiel die Entscheidung, dass Kiel-Schilksee die Segelwettbewerbe der Olympischen Spiele von München 1972 ausrichten sollte. Mit der Planung wurde 1968 das Architekturbüro Storch Ehlers Partner GbR beauftragt und für ihren Entwurf vom Bund Deutscher Architekten ausgezeichnet.

Im Oktober 1969 begannen daraufhin die Bauarbeiten in Schilksee. Im Zuge dessen wurden verschiedene Gebäude errichtet: Zum Beispiel ein etwa 300 Meter langer Beton-Querriegel und ein zweiter Riegel mit zusammen 400 Wohnungen und unter anderem einer Zuschauer-Terrasse, Einzelhandel und einer Schwimmhalle. Umgeben von Grünanlagen wurden darüber hinaus zwei Hochhäuser mit Baustelle Olympiazentrum Schilksee 1972 - Stadtarchiv
168 Wohnungen errichtet, ein Hotel mit 500 Betten und eine Siedlung bestehend aus 32 Bungalows. Im Sommer 1972 wurden die olympischen Wettkämpfe in Kiel-Schilksee ausgetragen.

   
Nach dem Ende der Olympiade 1972 wurde das Areal weiterhin und bis heute als Wassersportzentrum und Wohnsiedlung genutzt. Gewerbe und Gastronomie bestanden auch nach den Olympischen Spielen fort und die Unterkünfte der Olympioniken wurden nach 1972 als Wohnungen umfunktioniert und werden bis heute weitergenutzt.


 
 


 
 

Modell Olympiazentrum Schilksee - Stadtarchiv Kiel / Fotograf: Friedrich Magnussen
Eröffnungsfeier - Olympische Segelwettbewerbe in Kiel- Schilksee 1972 - Stadtarchiv Kiel / Fotograf: Friedrich Magnussen
Baustelle Olympiazentrum Schilksee 1972 - Stadtarchiv Kiel / Fotograf: Friedrich Magnussen
Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
Stadtentwicklung & Umwelt
Referat für Lokale Ökonomie & Quartiersentwicklung
Rathaus Zimmer 426
Fleethörn 9
24103 Kiel

 

Städtischer Baudirektor
Peter Warthenpfuhl

0431 901-3540

 

Projektteam

Dipl.-Ing. Arch. Lars Beckmannshagen

040 380384 0