Tipps und Infos der Kieler Umweltberatung

Jeder kann etwas für den Schutz von Klima und Natur tun. Die Kieler Umweltberatung klärt auf. Sie lädt regelmäßig zu Vorträgen und Exkursionen ein, sowie zu Informationsnachmittagen – meist donnerstags zwischen 15 und 17 Uhr – in das Kundenzentrum am Kleinen Kiel.

Veranstaltungen

Veranstaltungsbild zu Guter Rat gegen Schimmel und Feuchtigkeit in Wohnräumen
Donnerstag, 28. September, 15 Uhr Guter Rat gegen Schimmel und Feuchtigkeit in Wohnräumen

| Bei einem Beratungsnachmittag beschäftigt sich die städtische Umweltberatung im Kundenzentrum am Kleinen Kiel (Ecke Rathausplatz/Martensdamm) mit dem Thema Schimmelvermeidung und Feuchtigke ...

ABK-Kundenzentrum



Wussten Sie schon, dass ...

Keine gentechnisch veränderten Pflanzen auf städtischen Flächen: Die Landeshauptstadt Kiel hat sich verpflichtet, die Ausbreitung von Pflanzen aus dem Labor einzuschränken. Bereits 2009 hat die Ratversammlung beschlossen dass,

  • Pflanzen mit gentechnisch verändertem Erbgut auf städtischem Grund nicht angebaut werden dürfen und
  • städtische Einrichtungen, städtische Eigenbetriebe und städtische Beteiligungen möglichst keine gentechnisch veränderten Lebensmittel oder Zutaten kaufen und verwenden sollen

Damit gehört Kiel zu den mehr als 350 gentechnikfreien Kommunen / Landkreisen in der Bundesrepublik. 2012 ist auch die schleswig-holsteinische Landesregierung den gentechnikfreien Regionen beigetreten. Über weitere Mitstreiter im Bundesgebiet informieren die Seiten des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland: www.gentechnikfreie-regionen.de

Beschluss vom 9. Juli 2009 "Keine gentechnisch veränderten Pflanzen auf städtischen Flächen" herunterladen 

Gründe gegen Gentechpflanzen-Anbau
  • Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen bedroht die biologische Vielfalt, weil ihr Erbgut sowohl auf die Wildfauna und -flora als auch auf Kulturpflanzen auskreuzen kann.
  • Gentechnisch veränderten Pflanzen sind meist widerstandsfähig gegen Pflanzengifte. Deshalb wird umso mehr gespritzt. Das Gift zur Unkraut- und Schädlingsbekämpfung schädigt Insekten und andere Tiere und ruft neue Resistenzen hervor. Das wiederum macht noch mehr Gift nötig.   
  • Die Rückstände der Pflanzengifte (Glyphosat, POE-Tallowine) gehen in die Lebens- und Futtermittel über: Menschen und Tiere essen sie mit - und schaden ihrer Gesundheit.
  • Fremde Gene in Lebensmitteln können neue Giftstoffe und Allergien verursachen. Wie sich der Verzehr genveränderter Pflanzen auf die menschliche Gesundheit auswirkt, ist noch nicht ausreichend untersucht. 

Mehr zum Thema Gentechnik finden Sie beim Infodienst Gentechnik der Zukunftsstiftung Landwirtschaft (hier insbesondere der Zusammenhang von Gentechnik und Glyphosat) und dem Umweltinstitut München.


Viele Menschen in unserer Stadt engagieren sich in ihrer Freizeit für die Umwelt. Damit gute Ideen nicht an den Kosten scheitern, gibt es seit 1993 den Umweltschutzfonds der Landeshauptstadt Kiel.

Der Fonds unterstützt Kielerinnen und Kieler, die einen besonderen Beitrag zum Umweltschutz leisten wollen.

Anträge auf Förderung können stellen:

  • Umweltvereine und -verbände
  • Sportvereine
  • Kleingruppen wie Kinderhorte, Schülergruppen
  • Einzelpersonen

Förderwürdig können sein: 

  • Technische Umrüstungen zum Energieeinsparen bei Heizung und Wasser in Sportvereinen
  • Begrünung der Außenanlagen oder des Hinterhofes eines Vereinsgebäudes
  • Maßnahmen zum Naturschutz und zur Landschaftspflege
  • Projekte zur Verbesserung des Umweltbewusstseins
  • Projekte der Umwelttechnologie
  • Projekte zur Energieeinsparung

Das sind nur Beispiele. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht, doch ein Antrag lohnt.
Genaues finden Sie in den Förderrichtlinien (PDF, 53 KB).

Anträge & Kontakt

Anträge auf Gewährung von Zuschüssen können Sie formlos und schriftlich stellen bei der

Landeshauptstadt Kiel
Umweltschutzamt
Postfach 1152
24099 Kiel
Telefon 0431 / 901-3773
Fax 0431 / 901-63780

500 Deckel für ein Leben ohne Kinderlähmung: Die Kieler Umweltberatung beteiligt sich an der Sammel-Aktion „Deckel gegen Polio“ des Rotary Clubs Mölln-Lauenburg. Das Geld aus dem Verkauf der Flaschendeckel fließt in die Finanzierung von Impfungen gegen Kinderlähmung. Eine Impfdosis kostet so viel, wie ein Kilo Deckel einbringt. Umgerechnet in Flaschendeckel sind das 500 Stück.

Besser für die Umwelt

Allein in Deutschland werden jährlich rund 40.000 Tonnen Deckel aus den Plastik-Arten HDPE (High Polyethylen oder Hart-Polyethylen) und PP (Polypropylen) verwendet. Die meisten dieser Deckel werden entsorgt und nicht recycelt.

Die gesammelten Deckel hingegen werden zu Granulat vermahlen, mit anderen Rohstoffen gemischt und dann zu neuen Produkten wie Gartenbänken, Rohren etc. verarbeitet.

Das schont Ressourcen. Allein die Herstellung von HDPE und PP aus Erdöl und Erdgas benötigt viel Energie und belastet die Umwelt. Je mehr Deckel recycelt werden, deso geringer die Belastung. 

Kurzfilm

Der kurze Film "Mutti, du musst sammeln!" zeigt, wie die Deckelsammlung genau funktioniert, was mit den Deckeln passiert und warum es sich lohnt zu sammeln.

Wo kann ich meine Deckel abgeben?

Das Kundenzentrum am Kleinen Kiel, Holstenbrücke Ecke Martensdamm nimmt alle gesammelten Deckel entegegen.

Welche Deckel soll ich sammeln?

Nur Deckel aus PP, PE (Polyethylen) oder HDPE werden verwendet. Diese finden sich auf Getränkeverpackungen aus Plastik und Tetrapacks.

Zu erkennen ist die Plastik-Art der Deckel oft an einem kleinen eingeprägten oder aufgedruckten Dreieck mit der entsprechenden Abkürzung PP, HDPE oder PE.

Die Deckel dürfen nicht mehr als vier Zentimeter Durchmesser haben, da bei unterschiedlichen Deckelgrößen die Sortierung zu kostenaufwändig ist und damit weniger Impfungen finanziert werden können.

Was passiert mit den Deckeln?

Die Deckel, die bei der Kieler Umweltberatung abgegebenen werden, kommen zu einem der Wertstoffhöfe des Abfallwirtschaftsbetriebes Kiel. Von dort gehen größere Mengen zum Recycling an zentrale Stellen innerhalb Deutschlands.

Die Recyclingpakete werden weiterverkauft. 500 Deckel wiegen etwa ein Kilo.  Aus dem Erlös eines Kilos Deckel kann eine Impfdosis finanziert werden.

Seit dem Start der Aktion des Rotary Clubs Mölln-Lauenburg im August 2014 konnten aus dem Deckel-Erlös über 153.000 Schluckimpfungen ermöglicht werden. Die Krankheit ist weiterhin nicht vollständig ausgerottet und die Sammlung geht weiter. Ein Ende ist nicht geplant.

http://deckel-gegen-polio.de



Häufige Fragen - und die Antworten

Im Gegensatz zu konventionellen Lebensmitteln sind Bio-Produkte überwiegend frei von Pestiziden. Auch beim Umweltschutz und der Tierhaltung bieten Bio-Lebensmittel große Vorteile: Das Bio-Siegel fordert umweltschonende Anbaumethoden und artgerechtere Tierhaltung.

Eine Adressenliste für den Einkauf von Bio-Lebensmitteln in Kiel gibt es bei der Umweltberatung im ABK-Kundenzentrum am Kleinen Kiel, im Umweltschutzamt und hier:

Infoblatt Bio is(s)t besser

Schnecken sind für Hobby- und Kleingärtner ein Problem, das dazu verleitet, zu Gift zu greifen. Leider sind viele der angebotenen Schneckenmittel schädlich für Vögel, Igel oder sogar Hunde.

Die Schnecken abzusammeln und da auszusetzen, wo sie niemanden stören, ist für die meisten Menschen nicht praktikabel.

Wissenschaftler der Kieler Christian-Albrechts-Universität aus der Arbeitsgruppe funktionelle Morphologie und Biomechanik haben ein umweltfreundliches Mittel erfunden. Es wird einfach auf Beetkanten oder Kübel gestrichen und verhindert, dass Schnecken an den Oberflächen haften können. Die Schnecken werden ausgesperrt, Kräuter, Gemüse und Stauden sind sicher. Der Anstrich schützt Flächen von etwa 15 bis 20 Quadratmetern vor den unliebsamen Besuchern. So bleiben die liebsten Pflanzen, leckere Kräuter oder Salate stehen. 

Mehr als die Hälfte der in Schleswig-Holstein heimischen Wildbienenarten ist bedroht.
Wildbienenbaue findet man an sandigen Wegrändern oder in Trockenmauern. Man erkennt sie am Einflugloch, wenn Bienen ein- oder ausfliegen. Offene sandige oder lehmige Flächen sind ideal für Baue vieler Wildbienenarten.

Aber auch mit Nisthilfen unterstützen Sie viele Wildbienenarten. Hängen Sie Nisthilfen an einen sonnigen Ort und bringen Sie sie vor Regen geschützt an. Verschiedene Typen von Nisthilfen bieten unterschiedlichen Bienenarten Unterschlupf.

Als Nahrung brauchen Wildbienen ein vielfältiges Angebot an Blütenpflanzen. Sie sollten möglichst lange im Jahr blühen und nicht mit chemischen Mitteln behandelt werden. Monokulturen bieten nur kurze Zeit Nahrung für die Wildbienen. Pflanzen Sie ungefüllt blühende Arten, da gefüllt blühende Arten keinen Nektar bieten und geben Sie heimischen Arten den Vorzug.

Eine Liste mit Vorschlägen für bienenfreundliche Pflanzenarten können Sie hier herunterladen.

Frisches Obst und Gemüse der Saison, am besten regional und nachhaltig erzeugt, schmeckt gut und ist voller Vitamine und Mineralstoffe - und nicht nur das: Wer da zugreift, hilft auch das Klima zu schützen. Aber wann wächst eigentlich was?

Saisonkalender für Obst und Gemüse gibt es kostenlos bei der Umweltberatung im ABK-Kundenzentrum am Kleinen Kiel, im Umweltschutzamt oder hier zum Herunterladen:

Heimisches Gemüse - Saisonkalender
Heimisches Obst- Saisonkalnder

Nein. Medikamente gehören weder in den Abfluss des Waschbeckens noch dürfen sie über die Toilette entsorgt werden. Medikamente lösen sich im Wasser auf, können aber in Klärwerken und Aufbereitungsanlagen nicht aus dem Abwasser gefiltert werden. Sie landen über das Grundwasser wieder in unserem Trinkwasser.

Essensreste lagern sich an den Innenwänden von Rohrleitungen ab und verstopfen sie.

Es gibt darüber hinaus eine Reihe von Abfällen, die nicht in den Abfluss gehören:

  • Öle
  • Tiereinstreu
  • Gießwasserreste mit Pflanzenschutz- und Düngemitteln
  • Feuchttücher, Kosmetikartikel, Windeln und Co.
  • Zigarettenkippen
  • Farben, Lacke, Lösungsmittel, Nagellackentferner, Pinselreiniger
  • andere Chemikalien

WC-Duftsteine zum Beispiel enthalten giftige Chemikalien und sind nicht empfehlenswert. Putz- und Reinigungsmittel sowie Wasch- und Spülmittel sollten nur in geringen Mengen Verwendung finden. Greifen Sie nach Möglichkeit zu biologischen Produkten.  



Das Umwelthandbuch

Das Umweltschutzamt der Landeshauptstadt Kiel berichtet in seinem Handbuch aus 30 Jahren Umweltarbeit. Der Jubiläumsband von 2016 blickt auf Erreichtes und Zukünftiges.

Auf 150 Seiten erfahren Sie vieles über den Schutz von Klima, Boden, Luft und Wasser in Kiel sowie Wissenswertes über das Umweltinformationssystem und die Umweltberatung.

Das Grünflächenamt, das Tiefbauamt und die Immobilienwirtschaft rücken dabei ebenso ins Licht wie der Abfallwirtschaftsbetrieb und die Müllentsorgungsanlage, die ebenfalls aktiv im Umweltschutz sind.

Sie können das Handbuch hier herunterladen oder es gedruckt bekommen, im Umweltschutzamt im Hause der ehemaligen Landwirtschaftskammer, Holstenstraße 108, oder im Kundenzentrum am Kleinen Kiel, Ecke Martensdamm.

Infos in der Umweltberatung
Haus am kleinen Kiel

Abfall- und Umweltberatung
ABK Kundenzentrum am Kleinen Kiel
Rathausplatz 6
24103 Kiel

Öffnungszeiten

0431 220 7810
  

 

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Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
Umweltschutzamt
Holstenstraße 108
24103 Kiel

Öffnungszeiten


Nicoline Henkel

0431 901-3765