Fusswege-Achsen & Kinderwege

Ziele & Ausgangslage

Die Entwicklung eines Netzes von Fußwegeachsen und Kinderwegen erfüllt die Forderungen einer nachhaltigen Verkehrsplanungen und entspricht den strategischen Zielen der Landeshauptstadt Kiel wie etwa „Kinderfreundliche Stadt“ und „Klimaschutzstadt“ sowie den Querschnittszielen.

  • Zu Fuß gehen ist klimafreundlich, gesund, leise und entlastet das Verkehrssystem in nachhaltiger Art und Weise.
  • Das Zu-Fuß-Gehen der Menschen kann nur durch ein entsprechendes Angebot von akzeptablen Fußwegen gefördert werden.
  • Die Mobilität der Kinder aus eigener Kraft wird gestärkt. Außerdem werden das Orientierungsvermögen und die Selbständigkeit von Kindern gefördert.
  • Die Schulen werden in das Fußwegeachsenkonzept eingebunden. Das erhöht die Schulwegsicherheit.
  • Die Förderung des Fußverkehrs trägt auch zur besseren Auslastung des öffentlichen Nahverkehrs bei. Fahrgäste kommen überwiegend zu Fuß.
  • Menschen müssen sich in ihrer Freizeit wohnortnah durch sportliche Betätigung erholen können. Unnötige Fahrten zu entfernten Freizeitzielen werden dabei reduziert. Im Sportentwicklungsplan wurde festgestellt, dass über 60 % der Bevölkerung den öffentlichen Raum zum Sporttreiben - unter anderem Laufen und Walken - nutzen („Stadt als Sportplatz“).
  • Die Grünflächen / Naturräume der Landeshauptstadt Kiel werden miteinander verbunden und besser zugänglich gemacht, wie es im Landschaftsplan und Freiräumlichen Leitbild der Landeshauptstadt Kiel gefordert wird. 

Ausgangslage

Die vorhandenen Fußwege weisen zum Teil erhebliche Mängel auf:

  • Es ist keine durchgehende Netzstruktur vorhanden.
  • Eine fehlende Durchgängigkeit erfordert unzumutbare Umwegungen, oftmals fehlt nur ein Lückenschluss.
  • Es fehlt eine durchgängige Orientierung. Darüber hinaus sind die Eingangssituationen oftmals sehr schlecht erkennbar. 
  • Es fehlt in einigen Bereichen die soziale Sicherheit.
  • Viele Fußwege, besonders im innerstädtischen Bereich, sind für die Fußwegenutzung zu schmal beziehungsweise werden durch Nutzungsüberlagerungen (zum Beispiel parkende Kfz) in unzumutbarer Weise eingeengt.
  • An Hauptverkehrsstraßen fehlen Anlagen zum Queren der Straßen (zum Beispiel Mittelinseln, Fußgängerüberwege).
  • Es ist keine durchgehende Barrierefreiheit vorhanden.
  • Viele Fußwege befinden sich in mangelhaftem Zustand.