Verkehrsentlastung in Hassee, Hasseldieksdamm & Russee

Beschlussvorlage für Bauausschuss & Ratsversammlung

 
Die Fachverwaltung des Dezernates für Stadtentwicklung und Umwelt hat das Ergebnis der Planungswerkstätten sowie die Diskussionen um die bereits veröffentlichten Planfälle in der Drucksache (0419/2011) für den Bauausschuss am 26. Mai 2011 und die Ratsversammlung am 9. Juni 2011 zusammengefasst.

Der Auftrag an die Fachverwaltung wird auf wesentliche Punkte reduziert, die ausführlich erläutert werden:

  • Die Entwurfbearbeitung einer ergänzenden Anbindung des Mühlendamm an das übergeordnete Straßennetz weiter konkretisieren
  • Ergänzung der vorhandenen Anschlussstelle um Auffahrt und Abfahrt sowie keine Verknüpfung mit dem Hasseldieksdammer Weg vornehmen
  • Schutz der Wohnbevölkerung vor verkehrlichen Auswirkungen im Bereich Siedlung Hasselrade berücksichtigen
  • Ersatzlösungen für benötigte Kleingartenparzellen suchen
  • Veloroute auf dem ehemaligen Gütergleis-West von Hassee zur Universität mitplanen
  • Bisher im Verfahren benannte örtliche Probleme und Anregungen zeitnah beararbeiten sowie konkrete Lösungvorschläg in betroffenen zeitnah Ortbeiräten vorstellen

Mit dem dem Beschlussauszug der Drucksache (0419/2011) vom 7. Juli 2011 ist der Beschluss der Ratsversammlung rechtsverbindlich.

 


Materialien

 

Der Ablauf und das Ergebnis der zweiten Planungswerkstatt vom 12. Februar 2011 im Casino der Stadtwerke wurde wie bereits zur ersten Werksatt am 29. November 2009 vom Moderationsbüro Schleswig-Holstein fotografisch dokumentiert. Diese Fotodokus können als vier PDF-Dateien herunter geladen werden.

Aus diesen Fotodokumenten ist auch eine Punktebewertung der Planfälle zu entnehmen. Jeder teilnehmnde Bürger konnte seine favorisierte Pinwand mit max.drei Punkten bewerten. Diese Bewertung ist als Stimmungsbild für die Beratungen im Bauausschuss und in der Ratsversammlung zu verstehen.und wurde in die Beschlussvorlage eingearbeitet.
 


Rückblick

Am 17. April 2008 beschloss die Ratsversammlung den Verkehrsentwicklungsplan (VEP). Die verkehrliche Entlastung der Stadtteile Hassee und Hasseldieksdamm wird darin als notwendig erkannt. Der von der Verwaltung hierzu unter anderem vorgelegte Anschluss eines verlängerten Mühlendammes an die A 215 in Höhe der Querung des Uhlenkrogs mit begleitenden verkehrsberuhigenden Maßnahmen wurde als Lösungsansatz grundsätzlich mitgetragen. Genehmigungsfähige Varianten sollten im weiteren Planungsverfahren aber ausdrücklich mit geprüft werden. Hierzu sollten auch die bisher in der Diskussion zum VEP von Bürgerinnen und Bürgern genannten Vorschläge entsprechend aufbereitet werden.

Am 7. Mai 2009 beschloss der Bauausschuss (BA) ein Werkstattverfahren gemäß dem vorherigen Beschluss des BA vom 5. März 2009. Diese Planungswerkstatt fand als Moderationsverfahren am 28. November 2009 satt, wegen der zentralen Lage und der großen Hallenkapazität im Casino der Stadtwerke. Gut zu tun hatte das siebenköpfige neutrale Moderatorenteam um Landschaftsarchitektin Barabara Schramm-Braun und Geographin Alexandra Dahmen am Samstag des ersten Advent im November 2009. Weil das Interesse an der Bürgerbeteiligung zur Verkehrsentlastung von Hassee und Hasseldieksdamm so groß war, wurden gleich zwei Planungswerkstätten mit gleichem Inhalt und gleicher Methodik im Auftrag des Tiefbauamts organisiert. Rund 400 interessierte Bürgerinnen und Bürger aus den Stadtteilen Russee, Hassee, Hasseldieksdamm und aus angrenzenden Straßen in Alt-Mettenhof und im Umfeld des Südfriedhofes hatten sich telefonisch und per E-Mail im Tiefbauamt zur Teilnahme angemeldet.

Im Mittelpunkt standen die Wahrnehmungen und Meinungen der Bewohnerschaft. Alle Anwesenden konnten unter Leitung des Moderatorenteams Verkehrsprobleme benennnen und bewerten. In einer zweiten Arbeitsphase barchten sie Vorschläge zur Verkehrsberuhigung und zur Verminderung des vorhandenen und des prognostizierten Durchgangsverkehrs in die bisherigen Planungsansätze der Verwaltung ein.

Das Moderatorenteam hat eine Fotodokumentation von beiden Veranstaltungen erstellt. Die Bürgervorschläge, Skizzen und Ideen wurden an den Stellwänden und Plänen fotografiert.
Sie können die Dokumentation in vier Teilen (PDF, jeweils 3 - 4 MB) hier herunterladen:
 

  • Das Tiefbauamt bereitet - unter Beteiligung der Gremien der Ratsversammlung - das Leistungsverzeichnis für die Vergabe von Vorplanungen vor.
  • Ein Ingenieurauftrag wird auf der Grundlage des Leistungsverzeichnisses im Wettbewerb vergeben werden.
  • Die zu bearbeitenden Aufgabenstellungen werden aus der Dokumentation der Bürgervorschläge abgeleitet und ingenieutechnisch vertieft.
  • Die Untersuchung von verschiedenen Planfällen wird einer Bewertung unterzogen.
  • Die Ableitung der Planfälle, die Untersuchung der Planfälle selbst und das Ergebnis der Bewertung der Planfälle soll in einer zweiten Planungswerkstatt in der zweiten Hälfte 2010 vorgestellt und mit den Experten diskutiert werden.