Zero.Waste.City.

Ideen & Links

Verschwendung und übermäßiger Verbrauch unserer Ressourcen und die gleichzeitige Vermüllung unserer Umwelt zählen weltweit zu den größten Umweltkrisen.

Global wie lokal gibt es bereits viele Initiativen, die sich für die Schonung unserer Ressourcen und die Vermeidung oder Reduktion unserer Abfälle engagieren. Hier sammeln wir für Sie Ideen und Links rund um das Thema „Zero Waste“.

 

Zero.Waste.City Kiel Logo

Europäische Woche der Abfallvermeidung

Jedes Jahr findet die Europäische Woche der Abfallvermeidung statt. In ganz Deutschland gibt es dazu mehrere hundert Aktionen - auch Kiel ist mit vielen spannenden Mitmach-Aktionen rund um das Thema Ressourcenschutz und Abfallvermeidung dabei.

Weitere Informationen finden Sie auf
www.wochederabfallvermeidung.de


 

Der Verein Zero Waste Kiel e.V.

Im Jahr 2016 ist in Kiel der lokale Zero Waste Kiel Verein gegründet worden. Vom Zero Waste-Lebensstil über Zero Waste-Unternehmen bis hin zu Zero.Waste.Cities - der Verein engagiert sich in diversen Handlungsbereichen rund um die Themen Abfallvermeidung, Ressourcenschutz und nachhaltiger Konsum.

Als Mitglied bei Zero Waste Europe ist der Verein auch in dem europaweiten Zero Waste-Netzwerk aktiv. Somit entstand auch die Idee, dass die Landeshauptstadt Kiel eine Zero.Waste.City werden könnte, unter anderem aus dem aktiven Engagement von Zero Waste Kiel Verein. Auf dem Weg zur Zero.Waste.City unterstützt der Verein die Stadtverwaltung nun als Kooperationspartner.

www.zerowaste-kiel.de



Zero Waste Tipps: Zero Waste Gegenstände

Zero Waste-Tipps für den Alltag

Tipps für den Haushalt

  • „Bitte keine Werbung“ - ein kleiner Aufkleber reicht schon, die Flut aus Werbung, Flyern und Prospekten aufzuhalten und gleichzeitig Müll zu sparen.
  • Es gibt vielseitig einsetzbare Hausmittel wie Natron und Essig, mit denen du verschiedene Putzmittel selber herstellen kannst. Spart Plastik und Geld - und auch Platz, da du nicht mehr verschiedenste Plastikflaschen mit Reinigungsmitteln im Schrank stehen hast.
  • Putzlappen kannst du ganz einfach mit in die Waschmaschine schmeißen oder im Topf auskochen. So kannst du sie immer wieder verwenden!

 

  • Du bekommst immer noch Prospekte und Kataloge von dem Versandhandel, bei dem du das letzte Mal vor Jahren bestellt hast? Ein kurzer Anruf oder eine Mail genügt, um die Prospekte abzubestellen.
  • Die Plastikverpackungen von Klopapier oder andere Umverpackungen aus Plastik und Papier können eine zweite Verwendung als Mülltüte finden - zum Beispiel in kleinen Mülleimern im Bad.
  • Fernbedienung, Wecker, Taschenlampe, … - mit Akkus statt Batterien kannst du nicht nur Geld sparen, sondern auch Müll vermeiden.
  • Weihnachten, ein Geburtstag oder ein anderes Fest steht vor der Tür? Verwende einen schönen oder lustigen Zeitungsartikel oder alte Landkarten und Noten als Geschenkverpackungen. Eine Verpackung aus Stoff oder eine Geschenktüte lassen sich zudem wiederverwenden.
  • Pakete und große Briefumschläge kannst du oft wiederverwenden - einfach die alte Adresse überkleben und neu frankieren.
  • Anstelle von Einweg-Feuerzeugen kannst du wiederbefüllbare verwenden. Oder auf das gute alte Streichholz zurückgreifen.
  • In der Abstellkammer sammeln sich die Kerzenreste der letzten Jahre an? Die Reste kannst du einschmelzen und neue Kerzen daraus ziehen oder gießen. Das ist auch mit Kindern eine schöne Beschäftigung.
  • Nutzen statt Besitzen - viele Dinge werden nur selten oder einmalig benötigt, kosten aber manchmal ziemlich viel Geld. Rasenmäher und Werkzeug kann man sich gut innerhalb der Nachbarschaft teilen, zum Leihen gibt es nicht nur Büchereien, sondern mittlerweile auch Bibliotheken der Dinge. Und auch online kann man leihen, zum Beispiel Kleidung für besondere Anlässe oder einfach so.

 

 

Tipps für Unterwegs

  • Gewöhn dir an, eine eigene Trinkflasche mitzunehmen, wenn du unterwegs bist. Die kannst du am Wasserhahn auffüllen und sparst Müll und Geld. Denn das Trinkwasser in Deutschland hat eine besonders hohe Qualität und ist eines der am besten kontrollierten Lebensmittel.
  • Du holst dir unterwegs gerne mal ein Heißgetränk. Wie wäre es mit dem Pfandsystem von „Kiel geht Mehrweg“? So einfach geht's: Leihe dir einfach bei den teilnehmenden Partnern einen Pfandbecher aus und erhalte bei Rückgabe 2 Euro Pfand zurück.

 

  • Beim Picknick im Park kann jede*r eigenes Geschirr und Besteck mitbringen, statt Einweggeschirr zu verwenden. Und von einem richtigen Teller schmeckt das Essen gleich viel besser als von einem aus Plastik.
  • Du planst eine größere Party, aber hast nicht genug Geschirr? Wie wäre es mit Geschirr leihen, zum Beispiel von Freund*innen oder auf einer Online-Tauschbörse?
  • Sei auch für Spontaneinkäufe gewappnet und nimm vorsichtshalber immer einen Beutel mit. Zusammengefaltet nimmt dieser nur wenig Platz weg und ist zudem super leicht. Du kannst ihn in der Fahrradtasche, im Rucksack oder Handtasche oder im Auto verstauen.
  • Statt abgepackter Fertig- und to go-Gerichte kannst du dein Essen ganz einfach selber mitnehmen. Egal ob Butterbrot oder Nudelsalat - den kleinen oder großen Snack für unterwegs in eine Dose packen und los geht’s!

 

Tipps fürs Einkaufen

  • Kaufe doch mal unverpackt ein - z.B. im Unverpacktladen oder dem unverpackt—Regal im Super-, bzw. Bio-Markt. Dort kannst du eigene Behälter und Beutel mitbringen und verpackungsarm einkaufen! In herkömmlichen Supermärkten kannst du auf die Plastiktüte verzichten und von Zuhause Gemüsenetze und Beutel mitbringen. Auch in Bäckereien kannst du Brot und Brötchen unkompliziert in deinen eigenen Stoffbeutel legen lassen.
  • Auch mit deinem Kleiderschrank kannst du Ressourcen sparen: greife auf die Kleidung zurück, die schon in deinem Kleiderschrank hängt. Falls du doch etwas Neues kaufen musst oder willst, wähle lieber qualitativ hochwertige Kleidung und Second-Hand statt billiger Fast Fashion.
  • Damit dir deine frischen Lebensmittel im Kühlschrank nicht schlecht werden, kauf sie am besten erst dann, wenn du sie brauchst. Oder plane deine Mahlzeiten der nächsten Tage bereits vor dem Einkauf und kaufe dann nur gezielt Lebensmittel ein.

 

  • Mit der „Beste Reste-App“ von „Zu gut für die Tonne“ kannst du nicht nur deinen Einkauf vorab planen und damit vorbeugen zu viel zu kaufen. Du bekommst zusätzlich Tipps zur richtigen Lagerung und kannst aus einer großen Sammlung an Rezepten das richtige für deine übrig gebliebenen Lebensmittel raussuchen!
  • Bei Tee kannst du auf losen Tee statt Teebeutel zurückgreifen - mit einem Teesieb oder -ei kannst du ihn wie gewohnt kochen und nach deinem eigenen Geschmack dosieren. Und dass mit viel weniger Abfall. Loser Tee schmeckt zudem viel besser als Beuteltee!
  • Kaufe regional - zum Beispiel auf einem der vielen Wochenmärkte in Kiel. Dort kannst du deine eigene Verpackung mitnehmen und unterstützt gleichzeitig die Erzeuger*innen in der Region. Auch im Supermarkt gibt es immer mehr regionale Lebensmittel, die oft weniger Verpackungsmüll verursachen.
  • Nicht nur Wasser, Saft und Bier - auch Milch und Joghurt kann man in Pfandgläsern und -flaschen kaufen.
  • Mit der App „Too good to go“ kannst du kurz vor Ladenschluss bei vielen Bäckereien, Cafés, Restaurants und auch Supermärkten übriggebliebene Lebensmittel retten und schon zubereitete Speisen mitnehmen. Die Besitzer*innen müssen nichts wegschmeißen und du kommst zu vergünstigten Preisen an richtig leckeres Essen.
  • Nicht nur Kleidung, sondern auch Möbel, Bücher und vieles mehr kannst du gut Second Hand kaufen. Entweder im Internet oder direkt vor Ort in Second-Hand Läden. Auch eine gute Möglichkeit, eigene Sachen loszuwerden, die du nicht mehr nutzt.
  • Das Hemd findest du noch schön, aber ihm fehlen zwei Knöpfe? Deine Lieblingshose ist ein Ticken zu eng geworden? Bring die Sachen einfach in eine Schneiderei. Dort kannst du Kleidung reparieren und individuell anpassen lassen.
  • Wasserflaschen in den 4. Stock schleppen? Das muss nicht sein. Unser Leitungswasser hat eine hervorragende Qualität. Und wenn dir die Kohlensäure fehlt, kannst du sie dir auch zu Hause mit einem Wassersprudler hinzufügen.

 

Tipps fürs Kochen

  • Die geschlossene Käsepackung ist seit einer Woche abgelaufen? Guck lieber erst rein, bevor du sie in die Tonne schmeißt. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Wegwerfdatum und viele Lebensmittel sind lange darüber hinaus noch gut.
  • Auch aus Resten lässt sich oft noch etwas Leckeres zaubern. Guck lieber, was du noch alles im Kühlschrank hast, bevor du neu einkaufen gehst.
  • Übriggebliebenes Essen kann man gut einfrieren - und dafür benötigt man keine Gefrierbeutel. Auch Schraubgläser oder Dosen tun ihren Dienst im Tiefkühlfach. Praktisch wenn man mal doch zu viel gekocht hat! Und umso besser, wenn die Zeit zum Kochen mal fehlt und die Gefriertruhe leckeres Selbstgemachtes hergibt.

 

  • Ein Tipp für Zero Waste-Profis in der Küche: aus Gemüseresten lässt sich eigene Gemüsebrühe herstellen. Zu viel gekauftes Gemüse kann auch eingekocht und so lange haltbar gemacht werden.
  • Ideal bei einer Wochenplanung: das Essen in mehrere kleine Portionen aufteilen, einfrieren und bei Bedarf verwerten.
  • Wie wäre es mit dem Fair-Teiler über FoodSharing? Einfach eigene Lebensmittelreste zur Verfügung stellen oder selbst abholen. Die einfache Rettung kurz vor dem Urlaub!
  • Statt jedes Mal neues Backpapier zu nehmen hilft eine Backmatte - die kannst du einfach nach der Benutzung abwaschen und wiederverwenden.
  • Du hast angebrochene Gläser ohne Deckel, Essensreste in einer Schüssel oder willst noch schnell eine Stulle für unterwegs einpacken? Statt Alufolie und Frischhaltefolie kannst du wiederverwendbare Alternativen nehmen - zum Beispiel ein Wachstuch. Ganz altmodisch tut es auch eine Dose. Oder, wenn es besonders unkompliziert sein soll: einfach einen kleinen Teller draufstellen.
  • Auch wenn es verlockend ist: Fertiggerichte sind oft in viel Verpackungsmaterial eingepackt. Frisch gekochtes Essen spart Verpackungsmüll - und ist einfach gesund!
  • Damit Lebensmittel lange frisch bleiben, kommt es auch auf die richtige Lagerung an! Kartoffeln mögen es beispielsweise kühl und dunkel, Äpfel bleiben im Kühlschrank besonders lange knackig.
  • Die Küchenschränke sind voll mit angebrochenen Lebensmitteln und du hast den Überblick verloren, was du alles so dahast? Dann mach doch eine Aufbrauch-Challenge. Sammle alle angebrochenen Lebensmittel an einem Ort und versuche sie, innerhalb von einem Monat aufzubrauchen.
  • Pflanzenmilch lässt sich oft ganz einfach selber herstellen. Für beispielsweise Hafermilch kannst du Haferflocken in Wasser einweichen und pürieren.