Zero.Waste.City

Öffentliche Verwaltung

Dieser Sektor umfasst alle städtischen Organisationseinheiten.

Die Abfallmengen können hier beispielsweise durch Anpassungen der öffentlichen Beschaffung, des Caterings und des Büroalltags reduziert werden. Gerade die öffentliche Beschaffung kann als Hebel für eine erfolgreiche Abfallvermeidung dienen.

 

Zero.Waste City Schwerpunkt Öffentliche Verwaltung

Jährlich werden in Deutschland rund 480 Mrd. Euro von der öffentlichen Verwaltung ausgegeben. Aufgrund dieses großen Potenzials kann durch Berücksichtigung von Zero Waste-Kriterien nicht nur direkt die Menge der Siedlungsabfälle reduziert werden. Auch Anreize für die Hersteller*innen, solche Aspekte direkt in den Produktdesign-Prozessen zu berücksichtigen, werden gesetzt. Ebenso das Informieren der Bürger*innen zur Abfallvermeidung durch Beratungen oder öffentliche Kampagnen gehören zu den Aktivitäten dieses Sektors. Zudem kann die öffentliche Verwaltung Pilotprojekte und aktive Akteur*innen aus dem Zero Waste-Bereich fördern.

Kiel als Vorreiterin

Die Stadtverwaltung will mit gutem Beispiel vorangehen. Deswegen soll die Gesamtabfallmenge, die in allen städtischen Organisationseinheiten anfällt, zunächst ermittelt und anschließend bis 2035 um 50% reduziert werden. Doch auch nach außen hin möchte die Landeshauptstadt Kiel ein Vorbild sein und über die Stadtgrenze hinaus als Zero.Waste.City bekannt werden. Die in Kiel gesammelten Erfahrungen sollen mit anderen Städten und Gemeinden geteilt werden und diese motivieren, sich auch auf den Weg zu einer Zero.Waste.City zu machen. Je mehr Kommunen der Zero Waste-Bewegung folgen, desto größer werden die Effekte deutschlandweit in der Abfallreduzierung.

Städte nehmen eine ganz besondere Schlüsselrolle bei der Abfallvermeidung ein, denn sie können bzw. müssen Ziele des Bundes und der Europäischen Union auf kommunaler Ebene umsetzen. Ihre Nähe zu der lokalen Bevölkerung und Wirtschaft kann helfen, entscheidende Kooperationen mit Bürger*innen, Wirtschaft und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Institutionen zu bilden.

Doch der Handlungsspielraum der Städte ist begrenzt. Zwar kann die Landeshauptstadt Kiel beispielsweise die Wichtigkeit von abfallärmeren Produktdesigns betonen und beratend tätig sein, aber die gesetzliche Verankerung, Hersteller*innen mehr in die Pflicht zu nehmen, muss auf einer höheren politischen Ebene erfolgen.


Ziel 1: Die Gesamtabfallmenge in den städtischen Organisationseinheiten soll 1. erfasst und 2. bis 2035 halbiert werden.

Ziel 2: Die Landeshauptstadt Kiel ist über die Stadtgrenze hinaus (regional, bundesweit, international) bekannt als Zero.Waste.City und dient als Vorbild, indem sie ihre Erfahrungen in bestehenden Gremien, wie beispielsweise dem deutschen Städtetag, teilt und sich mit anderen Städten austauscht.

Für den Sektor Haushalte wurden 22 Maßnahmen erarbeitet. Diese können nicht alle auf einmal, sondern sollen nach und nach umgesetzt werden.

  • Kommunale Verpackungssteuer
  • Entwicklung einer Zero Waste-Guides für die öffentliche Beschaffung
  • Einwegverbot in allen städtischen Organisationseinheiten
  • Einwegverbot für Bewirtungen auf öffentlichem Grund
  • Digitalisierung zur Abfallvermeidung in der Verwaltung / Papierloses Office
  • Förderprogramm für Zero Waste-Initiativen
  • Zero Waste Advisory Board etablieren
  • Jährlicher Monitoring-Bericht zu den Erfolgen des Zero Waste-Konzepts
  • Lebensmittelabfälle in städtischen Organisationseinheiten erfassen
  • Trinkwasserspender im öffentlichen Raum
  • Neugestaltung von Produkten öffentlich anregen, die derzeit noch nicht wiederverwertbar oder kompostierbar sind
  • Catering in der Verwaltung nach Zero Waste-Richtlinien
  • Aufbau eines Kieler Initiativen-Netzwerks
  • Einwegverbot in Sportstätten
  • Zero Waste-Workshops für die Stadtverwaltung und Politik
  • Belohnungssystem für engagierte Müllsortierer*innen
  • Verteilerstation für den Kieler Express
  • Austausch mit anderen Städten in Form von Schulungen und Arbeitsgruppentreffen
  • Abfallbehälter für Vögel unzugänglich gestalten
  • Teilnahme an der Europäischen Woche zur Abfallvermeidung
  • Kampagne zu „Ungewollte Werbung“ und „Haltet Kiel und die Förde kippenfrei“
  • Zero Waste-Woche

 

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Weitere Schwerpunktthemen der Zero.Waste.City

Zero.Waste.City Kiel
Zero.Waste.City Schwerpunkt Müllvermeidung und Klimaschutz
Zero.Waste.City Schwerpunkt Bildungseinrichtungen
Zero.Waste.City Schwerpunkt Haushalte
Grafik Icon Kartenmarkierung und Text
Zero.Waste.City Schwerpunkt Gewerbe, Handel & Events
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